Frauen in Palästina
100 Jahre
Internationaler Frauentag - 8.3.2012
- Eine kleine Nachlese..... -
Maariv: "Muslimische Frauen, Israels Geheimwaffe, um in der Apartheid-Woche Gegendarstellungen abzugeben" - Saed Bannoura - Die israelische Zeitung Maariv veröffentlichte heute einen Report, der besagt, dass eine muslimische Frau von der Stadt Dir Hanna Arab im Norden Israels, zu einem israelischen Team gehört, das eingesetzt wurde, um in der an den Colleges in Südafrika abgehaltenen "Apartheid-Woche" Gegendarstellungen zu abzugeben.
Bushra Khalayla, eine junge Muslimim, die den Hijab trägt, hat angegeben, dass sie in diesem Team aktiv ist und bei internationalen Kampagnen, die Israels Apartheids-Politik und die israelische Besatzung in Palästina an die Öffentlichkeit bringen sollen, Gegendarstellungen abzugeben. Erick Bender, Reporter bei Maariv, berichtete, dass diese junge Frau "Teil von Israels geheimer Medienwaffe" sei und fügte hinzu, dass Khalayla "Israel und seine Legitimierung enthusiastisch verteidigt".
Nach dem israelische Report spricht Khalayla auch vor arabischen Studenten in Johannisburg und erzählt ihnen, dass sie eine "Araberin und Muslima ist, die in ihrem Land, in Israel, lebt und die gleichen Rechte genießt wie jeder andere Bürger des Landes". Nach Maariv gab Khalayla an, sie sei glücklich, in einem offenen und liberalen Haus geboren zu sein, und dass ihr Ehemann sie in allen ihren Aktivitäten unterstütze.
Israel hat in den letzten Jahren eine ausgeweitete Kampagne gestartet, um Studenten für eine Kampagne in Colleges rund um die Welt inkl. Südafrika zu rekrutieren, die in pro-palästinensischen Kampagnen, die die illegalen israelischen (Rechts-)Verletzungen und die Apartheidpolitik gegen Araber und Palästinenser darstellen, Gegendarstellungen abgeben. Die Kampagne hat v.a. zum Ziel, pro-palästinensischen Aktivitäten, die den akademischen Boykott auf den internationalen Campus fördern sollen, zu entgegnen.
Zur gleichen Zeit geben einige israelische Senior-Politiker sogar von der äußersten Rechten von Zeit zu Zeit zu, dass Araber im Land diskriminiert werden und mit israelischen Juden nicht gleichberechtigt sind.
Quelle: http://www.imemc.org/article/63121 - IMEMC_07.03.2012 - aus dem Englischen übersetzt von K. Nebauer
UNRWA erinnert an die schwere humanitäre Krise, in der 2,5 Millionen palästinensische Flüchtlingsfrauen leben - 08.03.2012 - Das spanische Komitee der UNRWA erinnerte heute aus Anlass des Internationalen Frauentages an die ernste humanitäre Krise, in der mehr als 2,5 Millionen palästinensische Flüchtlingsfrauen leben, ein Ergebnis des palästinensisch-israelischen Konflikts. Die Organisation hebt den Kampf um die Menschenrechte hervor, die die palästinensischen Frauen in dem besetzten Teritorium Tag für Tag führen, für ihre Rechte, für ihre Gleichstellung als Frauen, größere Entscheidungsmöglichkeiten und ihre wichtige Rolle bei der Friedensstiftung. Das Komuniquee weist darauf hin, dass die palästinensische Krise zu einem sozio-strukturellen Wandel geführt habe, der die Frauen in Folge des wirtschaftlichen Zusammenbruchs dazu bringt, zusätzlich zu den häuslichen Pflichten die Verantwortung für den Lebensunterhalt der Familie zu übernehmen. Es macht aber darauf aufmerksam, dass die Beschäftigungsmöglichkeiten immer rarer werden. "Die Arbeitslosigkeit bei Frauen erreicht im Gazastreifen 47%, dabei leben etwa 400.000 Personen unter der Armutsgrenze", wie die >>>
Palästinensisches Frauenradio kämpft für Gleichstellung - Andreas Hackl - Maysoun Odeh Gangat hatte Glück im Leben. Sie durfte eine Privatschule besuchen und konnte einem Beruf nachgehen, für den sie Leidenschaft empfindet. Heute ist sie die Direktorin des palästinensischen Frauenradios al-Nisaa. Im Kampf für eine Besserstellung der Frau in Palästina will sie vor allem eines: Erfolgsgeschichten aufzeigen. "Nachdem mein Vater 1967 gestorben ist, hat meine Mutter vier Kinder alleine aufgezogen. Unsere Bildung war ihr dabei am wichtigsten", sagt Maysoun im Al-Nisaa-Studio in Ramallah. "Auch das ist ein Erfolg." Seit eineinhalb Jahren läuft auf al-Nisaa wöchentlich eine Sendung über palästinensische Frauen, die mit Hilfe von sogenannten Mikrokrediten zu Geschäftsfrauen wurden. Einmal pro Woche spricht eine dieser Frauen über ihren persönlichen Weg aus der Armut. Durch solche Erfolgsgeschichten will Maysoun das Frauenbild in der palästinensischen Gesellschaft verändern und die Stärke traditioneller Frauen ins Zentrum rücken. Vor den vielen Problemen dürfe man dennoch nicht flüchten, sagt sie. Al-Nisaa spreche immer wieder auch brisante Themen wie Ehrenmorde und Polygamie an. "Aber unser Radio ist nicht feministisch", will sie klarstellen. Stattdessen scheint sie einen Mittelweg zu suchen. >>>>
Ein Lagebericht zur Situation der Frauen in Palästina Die Rolle der Frauen in Gaza - Die Lage der Frauen in Gaza ist medial und wissenschaftlich kaum dokumentiert. JournalistInnen, die sich in den okkupierten Gebieten aufhalten, konzentrieren sich vor allem auf das Kriegsgeschehen und die Politik. Meine bisherigen ethnologischen Forschungen zeigten, dass sich die Rollenanforderung der Frauen in Gaza erweitert hat: Es wird von ihnen erwartet, dass sie ihre ursprünglichen Rollen als Mütter und Ehefrauen einnehmen, zusätzlich zwingen sie die politischen und ökonomischen Umstände auch in andere Rollen, wie die der Familienerhalterin einzunehmen. Aber obwohl viele Frauen arbeiten und eine repräsentative Rolle innehaben, wird von vielen in der palästinensischen Gesellschaft diese langfristige Veränderung in der Stellung der Frau noch nicht akzeptiert. Das resultiert oft in Selbstzweifel und einem unsicheren Übergangsstatus. (...) Hava - eine (zu) emanzipierte Frau? - Eine dieser Frauen ist Hava, die im palästinensischen Flüchtlingscamp Shati aufwuchs. Ihren Ehemann Ahmed lernte sie als Studentin bei politischen Aktionen kennen. Kurz nach der Geburt ihrer beider Kinder wurde Ahmed aufgrund seiner politischen Aktivitäten inhaftiert und blieb von nun an für neun Jahre im Gefängnis. Nach anfänglicher Verzweiflung wurde Hava aktiv: Sie strebte ein "besseres" Leben für ihre Kinder an, engagierte sich in der Frauenbewegung, arbeitete zunächst für eine NGO, dann für die UNO. Sie zog vom Flüchtlingscamp in einen besseren Stadtteil und die Kinder besuchen Privatschulen. >>>
Frauenquote in Palästina - Sie wollen Spaß - Susanne Knaul - Frauen übernehmen jetzt Führungspositionen in Ramallah. Die Einführung einer Quote hat Bewegung ins gesellschaftliche Leben der Stadt gebracht. >>>
Berufliche Benachteiligung von Frauen in Palästina - Vergeudete Talente - Obwohl palästinensische Frauen oft besser ausgebildet sind als Männer, sind ihre Arbeitschancen schlechter. Die Folge: Vor allem junge Akademikerinnen müssen Stellen annehmen, die nicht ihrer Qualifikation entsprechen. Ein persönlicher Erfahrungsbericht von Viola Raheb - Dem "Arab Human Development Report 2005" der UN zufolge hat sich die Situation der Frauen in der arabischen Welt in den vergangenen Jahrzehnten stark verändert. Beim Thema Frauen und Arbeit ist diese Veränderung aber nur begrenzt erfreulich. Zwar hatten die arabischen Länder zwischen 1990 und 2003 mit 19 Prozent den weltweit höchsten Anstieg des Frauenanteils an der wirtschaftlichen Aktivität. Trotzdem erreichte die Beteiligung von Frauen insgesamt immer noch nur ein Drittel und war somit die niedrigste der Welt. >>>
Frauen im palästinensischen Flüchtlingslager - Kaum Anlass zu Hoffnung haben die Menschen im Flüchtlingscamp Dheisheh nahe Bethlehem. Der Alltag ist geprägt von Angst, Armut und ständiger Anspannung. AMICA e.V. baute im Camp ein zweistöckiges Therapiezentrum mit Kinderbetreuung und Seminarräumen. Das Team, bestehend aus einer Psychologin und mehreren Sozialarbeiterinnen, bietet den Frauen aus dem Camp und den umliegenden Dörfern sofortige sowie langfristige therapeutische Hilfe. - Warum wir uns einsetzen – traumatischer Alltag - Das Camp wurde vor mehr als sechzig Jahren als Notunterkunft für ca. 3400 Flüchtlinge gegründet, die während des Ersten Arabisch-israelischen Kriegs aus Dörfern in der Umgebung von Jerusalem und Hebron fliehen mussten. Heute leben dort fast 11.000 Menschen auf engstem Raum. Der Alltag ist geprägt von Angst, Armut und ständiger Anspannung. >>>
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