DAS PALÄSTINA PORTAL

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Taeglich neu - Nachrichten, Texte die in den deutschen Medien fehlen. Politisch unabhaengig, gegen Gewalt und Rassismus, einem gerechten Frieden verpflichtet

 

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Terrorvorwurf aus Israel - „EU-Attacken sind Ablenkmanöver“ - Israel beschuldigt die EU, Terror zu finanzieren. Israels Ex-Botschafter Ilan Baruch sieht darin eine Strategie, den Blick auf andere zentrale Themen zu verstellen.

taz: Herr Baruch, die israelische Regierung beschuldigt die EU in einem jüngst veröffentlichten Bericht, palästinensische Terrorgruppen zu finanzieren. Was hat es damit auf sich?

Ilan Baruch: Dieses „Money Trail“-Dossier ist eine oberflächliche Internet-Recherche. Einzelne Personen wurden vor Jahren mit Organisationen in Verbindung gebracht, die die israelische Regierung für terroristisch erklärt hatte – das ist nun die schüttere Basis dieses Dossiers für die Behauptung, dass die EU Terror finanziere. Es enthält keinen Nachweis, dass die EU Terroristen unterstützt.

Neben der Förderung von Terrorismus soll die EU auch BDS unterstützen, die Boykottbewegung gegen Israel. Ist das auch falsch?

Federica Mogherini, die Außenbeauftragte der Europäischen Union, hat schon zu dem ersten „Money Trail“-Dossier (vom Mai 2018, d. Red.) das Nötige gesagt. Nämlich: Die EU unterstützt BDS nicht, aber sie setzt Organisationen, die BDS unterstützen, auch nicht auf eine schwarze Liste und sperrt jede Unterstützung für sie.

Wie stehen Sie zu BDS?
- Ich unterstütze BDS nicht, im Gegenteil: Ich widerspreche energisch dem Ziel, Israel zu isolieren. Aber ich bin der Meinung, dass, wer BDS unterstützt, dies tun können sollte, ohne sanktioniert zu werden. Wir brauchen mehr Differenzierung in der europäischen Außenpolitik. Europa sollte konsequent zwischen Israel innerhalb der Grenzen von 1967 und den Siedlungen in der Westbank und Ost-Jerusalem unterscheiden. (...)

Die „Money-Trail“-Berichte kommen direkt von der Regierung: aus dem Ministerium für Strategische Angelegenheiten. Sie sind reine Propaganda?

Weitgehend ja. Es ist Hochstapelei, ein Ablenkmanöver. Die Vorwürfe gegen die EU und BDS sollen jede Kritik an dem Besatzungsregime disqualifizieren und als antisemitisch brandmarken. Die Regierung von Benjamin Netanjahu versucht mit den rhetorischen Attacken auf die EU die wirklich zentralen Themen von der Agenda zu wischen.

Nämlich?

Dass es einen palästinensischen Staat nur geben wird, wenn Israel   >>>

Jordanien betont Wakf-Hoheit über Jerusalemer Tempelberg - 26.02.2019 ‒ Jordanien hat das israelische Vorgehen gegen Vertreter der islamischen Wakf-Behörde am Jerusalemer Tempelberg kritisiert. Der Jerusalemer Wakf-Abteilung komme nach internationalem Recht die alleinige und ausschließliche Autorität über die heilige Stätte zu, erklärte die jordanische Regierungssprecherin und Medienministerin Jumana Ghuneimat laut Bericht der staatlichen jordanischen Nachrichtenagentur "Petra" am Sonntagabend.

Intensive jordanische Bemühungen hätten zur Freilassung der von Israel in den vergangenen Tagen festgenommenen Wakf-Vertreter geführt, so Ghuneimat laut Bericht. Sie forderte Israel dazu auf, die Hoheit des Wakf auf dem Tempelberg zu respektieren.

Unter anderem hatte Israel laut örtlichen Medienberichten am Sonntag den Vorsitzenden des Jerusalemer Wakf-Rats, Scheich Abdul-Azim Salhab, sowie den stellvertretenden Wakf-Direktor, Scheich Najeh Bkerat, festgenommen und später zusammen mit weiteren Wakf-Angestellten wieder freigelassen. Salhab hatte sich laut Bericht der Tageszeitung "Haaretz" zuvor geweigert, eine einstweilige Verfügung zu unterzeichnen, die ihm den Zutritt zum Tempelberg für eine Woche untersagt hätte.

Der jordanische Minister für islamische Angelegenheiten und heilige Stätten, Abdel Naser Abu Elbasal, hatte die Festnahme Salhabs laut Berichten als "ernsthafte Eskalation" bezeichnet. Israel spiele mit dem Feuer. Auch das jordanische Außenministerium verurteilte Israels Vorgehen als provokativ.

Die Spannungen am Tempelberg halten seit Tagen an. Hintergrund ist ein Streit um einen Gebäudekomplex rund um das sogenannte "Bab al-Rahma" (Tor der Erlösung). Israel hatte den Zugang zu dem Komplex vergangenen Montag zunächst abgeriegelt.  >>>

Eine Einladung und viel Schweigen - 27. Februar 2019 - Beim Besuch von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu in Russland zeigt sich das ambivalente Verhältnis der beiden Staaten: In Syrien kämpft Moskau an der Seite von Israels Feinden. - Silke Bigalke, Alexandra Föderl-Schmid

Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu fliegt häufiger nach Moskau als nach Washington. Auch daran lässt sich ablesen, dass Russland sich wieder als Militärmacht im Nahen Osten etabliert hat, und in Syrien zur Schlüsselmacht geworden ist. Wladimir Putin kennt die Sorgen seines Gastes dabei längst: Es geht um Iran, Israels Erzfeind und Russlands schwierigen Verbündeten.

Bereits vor seiner Abreise hatte Netanjahu erklärt: Israel werde weiter gegen iranische Basen in Syrien vorgehen, bis die iranischen Kräfte das Land verlassen. "Iran will Israel zerstören, und wir werden nicht zulassen, dass sie eine Basis nahe unserer Grenzen errichten können." Doch solange Russland den Luftraum über Syrien kontrolliert, ist Israel dabei auf das stille Einverständnis Moskaus angewiesen (...)

es wird erwartet, dass an diesem Donnerstag der Generalstaatsanwalt Avichai Mandelblit seine Entscheidung verkündet, ob der Premier in bis zu drei Korruptionsfällen angeklagt wird >>>

Palestine Update Nr. 212 – 4. Februar 2019 – Kommentar - Ranjan Solomon - Israels moralischste Armee und seine unmoralischen Verbrechen - Israels Armee erhebt kaltschnäuzig ohne Zögern den Anspruch, sie sei die moralischste Armee in der Welt. Dieser Anspruch kann kaum übereinstimmen mit dem täglichen Leben voll von Angriffen in den palästinensischen Gebieten. Der IOF (Israel Occupation front ?) ist der Archetyp für Kriegsverbrechen. Wenn das nur eine normale Welt wäre, fände sich eine große Zahl von israelischen Politikern und Armeegenerälen wahrscheinlich vor Gericht und würde sich irgendwo in Den Haag hinter Gittern befinden.

Ungestraft tötet Israel, verstümmelt und zerstört ganze Gemeinden mit eisiger Regelmäßigkeit und Grausamkeit, die das menschliche Empfinden schockiert und verletzt. Israels Verletzungen des Völkerrechts und des internationalen humanitären Gesetzes schreiten unvermindert fort und es gibt anscheinend wenige, wenn überhaupt Nationen, die zu diesem Zeitpunkt Unterschiede finden können. Und damit nicht genug: Israel stiehlt auch die Ressourcen der Region und manipuliert seine eingeborene Bevölkerung, wie das in den Golan-Höhen geschieht. Die üblichen Charakteristika der Siedlungsgeschäfte im Golan verletzen das Völkerrecht und schädigen die eingeborene Gesellschaft außerordentlich.

Mit einer anderen Ablehnung des Völkerrechts begann Israel, die Grenze zum Gazastreifen durch Bauten zu verstärken, angefangen mit einer neuen massiven Barriere entlang der Grenze. „Die Barriere“, verkündete Premierminister Netanyahu „wird 6 Meter oberirdisch errichtet werden, um Terroristen von Gaza zu hindern, geradewegs auf unser Terrain einzudringen. Sie wird dem Verlauf der 65 km langen Barriere unter der Erdoberfläche folgen, die auch bereits im Bau ist, um die Bedrohung durch grenzüberschreitende Tunnels zu neutralisieren, die von Milizen aus Gaza errichtet werden. Die Barriere über dem Boden würde auf einen befestigten Wall treffen, der ins Mittelmeer vorspringt.

Grausamkeiten an allen Kategorien von Gefangenen sind Teil und Paket des Systems in israelischen Gefängnissen. Gefangene werden vergewaltigt, misshandelt, gefoltert und ihre Menschenrechte werden verletzt. Die Gefangenen und das Komitee für die Angelegenheiten von Ex-Gefangenen hat kürzlich berichtet, dass israelische Gefängnisbehörden einen kranken palästinensischen Gefangenen medizinisch vernachlässigten, der Lebenslänglich in israelischen Gefängnissen absitzt. Absichtliche medizinische Vernachlässigung ist eine gewöhnliche Strafmaßnahme gegenüber palästinensischen Gefangenen in israelischen Gefängnissen. Sie ist eine der üblicherweise zitierten Motivation für Hungerstreik, womit gegen die elenden und grausamen Bedingungen protestiert wird, die von inhaftierten Palästinensern zu erdulden sind.

Wir berichten mit Trauer über den Verlust des britischen Schauspielers Jeremy Hardy. Eine seiner größten politischen Leidenschaften war Palästina gewesen. 2002, auf der Höhe der Zweiten Intifada, nahm Hardy einen Film auf, für den er in die Westbank reiste. Die Dokumentation führte ihn dazu, sich den Maschinengewehren auszusetzen und mit anderen britischen Aktivisten in Bethlehem in eine Falle zu gehen, als die Stadt belagert wurde. 
Zuletzt ein „Muss lesen“-Artikel, in dem argumentiert wird, dass Israel eine strategische Auswahl zu machen hat: entweder weiter zu machen als „Sicherheitsstaat“ oder mit den Menschen auf gleich zu kommen, die es vertrieben hat und beherrscht. Ranjan Solomon
 

 

 



*Drei Palästinenser im Laufe der vergangenen Woche von IOF getötet* - Der Wochenbericht des „Palestinian Center for Human Rights“ (PCHR = Pal. Menschenrechtszentrum) in Gaza zeigte, dass israelische Verletzungen des Völkerrechts und des internationalen Menschenrechts in palästinensischen Gebieten weitergehen. Während der vergangenen Woche wurden drei Palästinenser von IOF (= Israeli Occupation Front) getötet. Lesen Sie mehr darüber in „Palestine News Network“ >>>

 

 

 


„Israel stiehlt Bodenschätze und manipuliert die einheimische Bevölkerung im besetzten Golan* - „Al-Marsad“ hat einen neuen Gerichtsbericht veröffentlicht, in dem die Folgen eines in letzter Zeit untersuchten israelischen Projektes untersucht werden; es geht um die Entwicklung einer massiven Anlage zur Gewinnung von Wind-Elektrizität im besetzten syrischen Golan (‚Golan‘). Der Bericht unterstreicht die Konsequenzen der jüngsten Versuche Israels, sich mit dem Golan zu verbinden, indem es die Ressourcen der Region stiehlt und seine einheimische Bevölkerung manipulieren möchte. Obwohl sich der Bericht auf nur ein besonderes Projekt bezieht, identifiziert er viele der allgemeinen Charakteristika der Siedlungsgeschäfte im Golan, die das Völkerrecht verletzen und die einheimische Gesellschaft enorm schädigt. *Lesen Sie mehr in „Palestine News Network“ >>>
 
 

 


*Israel beginnt die Arbeit an einer neuen Gaza-Grenzbarriere*
-  Israel sagt aus, dass die Arbeit zur Verstärkung der Grenze zum Gazastreifen mit dem Bau-beginn einer massiven neuen Barriere entlang der Grenze in eine neue Phase eingetreten ist. „Über das Wochenende haben wir begonnen, entlang der Grenze zu Gaza eine neue Grenzanlage zu ebener Erde zu bauen“, sagte Premierminister Benjamin Netanyahu den Journalisten vor der wöchentlichen Kabinettsitzung. Die Barriere werde so errichte(Grenz?-t, dass sie 6 Meter (20 Fuß) vom (Grenz-) Grund entfernt sein werde „und sie wird Terroristen aus Gaza hindern, in unser Territorium zu ebener Erde einzudringen“, sagte er in Hebräisch. Sie wird so angelegt werden, dass sie dem 65 Kilometer (40 Meilen) langen Kurs einer ebenso im Bau befindlichen Mauer unter der Erdoberfläche folgt, deren Sinn es ist, die Bedrohung durch grenzüberschreitende Tunnels zu neutralisieren, die von Milizen aus Gaza angelegt worden sind. An ihrem westlichen Ausgang, wurde in der Stellungnahme erklärt, würde sich die Barriere mit einem befestigten Wall treffen, der in das Mittelmeer hineinreicht und dazu dienen soll, Angriffe der Palästinenser vom Wasser her abzublocken. „Das Befestigungswerk ist massiv und besonders stark“, sagte das Ministerium in einem begleitenden Video-Clip. Lesen Sie Details in „Middle East Online“ >>>

 


 
*Kritisch kranke Palästinenser in israelischen Gefängnisse werden medizinisch vernachlässigt.“
- Das „Komitee für Angelegenheiten von Gefangenen und Ex-Gefangenen“ bestätigte, dass die Behörden für israelische Gefängnisse einen kranken palästinensischen Gefangenen, der eine lebenslängliche Haft in israelischen Gefängnissen absitzen sollte, medizinisch vernachlässigt haben. Vorsätzliche medizinische Vernachlässigung ist eine übliche Strafmaßnahme gegen-über in israelischer Haft festsitzenden Palästinensern. Es ist eine der gewöhnlich zitierten Motivationen für Hungerstreikende, die gegen die schlechten und grausamen Bedingungen protestieren, die eingesperrte Palästinenser aushalten müssen. Lesen Sie mehr in „Palestine Chronicle“ >>>
 

 


 
*Jeremy Hardy: Palästinas witzigster Vorkämpfer*
- Wenige Leute hat es in der britischen Theaterwelt gegeben, die sich in beidem behaupten konnten: in der Welt des radikalen politischen Aktivismus – einschließlich Mittlerer Ostens – und im Mainstream der Darbietung von Theater; Jeremy Hardy war ein solcher. Als  der Schock über seinen Krebstod im Alter von nur 57 Jahren herumging, kamen die anerkennenden Zuschriften aus dem ganzen politischen Spektrum – auch wenn die größte Zahl von seinen Mit-Komödianten und Aktivisten vom linken Flügel stammten.

Eine seiner größten politischen Leidenschaften war Palästina. Für die meisten Darsteller – besonders jenen, die in BBC-Produktionen erschienen – war das Thema zu sensitiv, um es auszustrahlen. Natürlich war der Hauptgrund, dass sich wenige die Mühe machen, ihre Hausaufgaben zu erledigen, schon gar nicht, in die Region zu reisen und die Situation aus erster Hand zu erleben. 2002, auf dem Höhepunkt der Zweiten Intifada, die zwei Jahre lang gewütet hatte, nahm Hardy das Angebot an, Subjekt in einem Film zu sein, in welchem er als menschliches Schutzschild Teil der internationalen Solidaritätsbewegung war. Die sich daraus ergebende Dokumentation sah den Schauspieler als Ziel von israelischen Schießereien und er wurde schließlich mit anderen britischen Aktivisten in Bethlehem gefangen, als die Stadt unter Belagerung geriet. Mehr >>>
 

 


 
Artikel von David Hearst in „Middle East Eye” vom 1. Februar 2019: Lords of the Land: Why Israel’s victory won’t last  -
Erster Abschnitt des 15 Seiten langen Artikels, zu finden >>>         David Hearst ist Chefredakteur von Middle East Eye

*Die Herren des Landes* - Sollte Benjamin Netanyaju je Ruhe und Erholung von den „travails“ als Israels längst-dienender Premierminister brauchen, und ein schützendes Dach, um sich vor einer seiner fünf Polizeiuntersuchungen zu verstecken, die ihm drohen, wäre dieser relative bequeme Ort sicher „the pit“ (= die Grube).

Dieser Name wurde dem Bunker einige Stockwerke unter der Kirya-Basis in Tel Aviv gegeben, der als Nervenzentrum der Operationen für die israelische Armee dient. Dort treffen sich Premierminister, Verteidigungsminister, die Chefs des Mossad und Shin Bet regelmäßig, wenn eine Militäroperation ansteht. Und von dort aus kann Netanyahu sein Lebenswerk überschauen: Israels absolute und nicht angefochtene Kontrolle über alles, was er überblickt.

Die israelische Luftwaffe kann wiederholte Angriffe auf iranische Ziele in Syrien fliegen, ohne dass die Bevölkerung zu den Luftschutzbunkern hasten muss. Ihre Kräfte für visuelle Identifikation sind so gut, dass die israelische Armee unbewaffnete Palästinenser identifizieren kann, die sich dem Zaun in Gaza nähern, und sie nach Lust erschießen und verstümmeln.

Die Protestierenden können gezielt mit Geschoßen erreicht werden, die die unteren Extremitäten zerreißen; sie werden für den Rest ihres Lebens medizinische Hilfe brauchen – Hilfe, die sie nicht erhalten können. (https://www.amnesty.org.uk/press-releases/... „Das bedeutet, 2019 Herren des Landes zu sein“, wie es der israelische Historiker Avi Slaim zur Erinnerung formuliert hat.

Israels Militärmacht ist die achtstärkste in der Welt, erklärt Haaretz. Israel kann sich von internationalen Verträgen und Organisationen verabschieden, wenn es sie als unangenehm empfindet und die politischen Eliten in Washington, London, Paris und Berlin einschüchtern, um Straflosigkeit für seine Taten zu erhalten. Palästinensische Aktivisten finden sich als Terroristen gebrandmarkt von Datenbasen wie „World Check“; ihre Bankkonten werden ihnen durch das Bankensystem geschlossen.

Der Ruf von Politikern wie dem Führer der pro-palästinensischen Labour Party, Jeremy Corbyn, wird als antisemitisch angegriffen. Politiker, die keine Kenntnis oder kein Interesse an der Region haben, werden in einem Zustand des Schreckens gehalten, als antisemitisch gebrandmarkt zu werden.            (...) (Übers.        Gerhilde Merz) Quelle

Gemeindemitglieder fragen:

Herr Schuster, Haben Sie Angst?

26. Februar 2019


Ruth Fruchtman schreibt: An Herrn Dr. Josef Schuster, Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland

und Herrn Achim Doerfer, Vorstandsmitglied der Jüdischen Gemeinde Göttingen 

Sehr geehrte Herren, mit Befremden habe ich von Ihren Protesten gegen die Vergabe des diesjährigen Göttinger Friedenspreises an die Jüdische Stimme für gerechten Frieden in Nahost e.V. erfahren. Ich selbst bin Mitglied der Jüdischen Gemeinde zu Berlin und ein Gründungsmitglied der Jüdischen Stimme.

Es wurde uns u.a. von einer gewissen Rechtsanwältin und Mitglied der FDP vorgeworfen, daß wir „nur eine Minderheitsmeinung vertreten“ und unsere Stimme deswegen nicht zählen würde. So habe ich sie jedenfalls verstanden. Ja, schade, wenn wir nur für eine jüdische Minderheit die Stimme erheben. Es wäre uns sehr recht gewesen, wenn Ihre Stimmen, vom Zentralrat und den Gemeinden – die sonst laut und unüberhörbar erklingen – unseren jüdischen Stimmen annähernd ähnlich gewesen wären. So hätten wir unsere Organisation 2003 nicht gründen müssen, hätten Sie bloß den flagranten Bruch von Menschenrechten in Israel und den besetzten Gebieten den Palästinensern gegenüber jemals verurteilt. Aber nein. Wir hätten umsonst gewartet.

Unsere Unterstützung der Organisation BDS (Boykott Desinvestment Sanktionen) hat von Ihnen und Ihren deutschen, nichtjüdischen Fürsprecher-innen, den Vorwurf des Antisemitismus eingebracht, obwohl die Mitglieder der Jüdischen Stimme alle jüdisch sind und die Mehrheit sogar aus Israel. Es ist eine Schande und ein Skandal, wenn nicht-jüdische Deutsche sich erdreisten, jüdischen Frauen und Männern Antisemitismus vorzuwerfen. Der inflationäre Gebrauch des Antisemitismus-Begriffs zeigt nur, wie wenig Deutsche aus ihrer Geschichte gelernt haben.  >>>
 

 

D. Phillips schreibt: Sehr geehrter Dr. Herr Schuster, als Mitglied der Jüdischen Gemeinde zu Berlin und Mitglied der Jüdischen Stimme für einen gerechten Frieden in Nahost bin ich sehr enttäuscht und traurig über Ihre Reaktion zu der Preisverleihung an diese Organisation in Göttingen. Die Gruppe besteht aus lauter Jidden, die sich Sorgen machen um Entwicklungen in Israel während der letzten paar Jahrzehnte, Leute, die sich trauen, Ideen aus Gesprächen mit anderen Juden in die weitere (goïsche) Gesellschaft einzubringen. Die meisten Mitglieder der Gruppe sind enttäuscht nach den viel versprechenden politischen Fortschritten Mitte der 90er Jahre. Vor allem die Israelis unter uns, die mit Ungerechtigkeiten in Israel bereits konfrontiert worden sind, haben sich für eine Zusammenarbeit mit der BDS-Bewegung klar ausgedrückt.

Wir wollen alle, dass Israel weiterexistiert und nicht bedoht wird. Wir wollen alle, dass unsere Freunde und Verwandschaft dort weniger Angst haben müssen. Sich um diese Probleme Gedanken zu machen, ist alles andere als antisemitisch. Wir haben alle unsere jeweiligen Perspektiven

 




Prof. Rolf Verleger schreibt
-
Sehr geehrter Herr Präsident Dr. Schuster, (...) Sie haben inzwischen die Redeweise Ihrer Funktionärskollegen übernommen, wonach meine jüdischen Freunde und ich “Antisemiten” seien und das Umschlagen von “Antizionismus” in “Antisemitismus” befördern würden. Das Gegenteil ist richtig: Die Sorge, dass “Antizionismus” – in einfachen Worten: das berechtigte und nachvollziehbare Entsetzen darüber, wie der nach eigenem Verständnis jüdische und demokratische Staat Israel die Palästinenser in Krieg und Frieden behandelt – in “Antisemitismus” – hier speziell in Zorn gegen Juden, die diese Behandlung der Palästinenser verteidigen, – umschlägt, ist zentrales Motiv meines Handelns: Wenn wir uns nicht unzweideutig von im Namen des Judentums begangenen Menschrechtsverletzungen distanzieren, dann rücken wir das Judentum in ein Zwielicht und lassen zu, dass es zu einer nationalchauvinistischen Lehre verzerrt wird; das hat selbstverständlich Folgen dafür, wie wir Juden dann von außen wahrgenommen werden. Ich weiß mich in guter Gesellschaft: >>>

Gut gemeint ist nicht gut genug - Haben wir es mit einer neuen Qualität von Antisemitismus zu tun? Ein Einwurf zweier israelischer Deutschland-Kenner - Shimon Stein - Moshe Zimmermann -  Ende Februar - Antisemitische Vorfälle in Frankreich, Argentinien und anderswo wie auch Meinungsumfragen in Amerika, Europa und Deutschland schlagen gerade wieder Alarm. Einer in zwölf Ländern der Europäischen Union durchgeführten Umfrage der Fundamental Rights Agency ist zu entnehmen, dass im Jahr 2018 fünfundachtzig Prozent der Juden den Antisemitismus als größte Herausforderung für ihr Land einschätzen und neunundachtzig Prozent davon überzeugt seien, dass der Antisemitismus in den vergangenen fünf Jahren zugenommen habe. Im Jahr 2013 waren sechsundsiebzig Prozent der Befragten dieser Meinung. Die jüngsten Zahlen veranlassten Politiker und andere Vertreter des öffentlichen Lebens zu überstürzten Reaktionen – in der guten Absicht, Antisemitismus zu bekämpfen. Dabei blieb die Antwort auf die Frage, was mit „neuer Qualität“ des Antisemitismus gemeint sei oder besser: worum es eigentlich geht und was man wie bekämpfen soll, unklar.

Tatsächlich beginnt bereits mit der Definition des Begriffs Antisemitismus die Unklarheit. Die neue Definition der International Holocaust Remembrance Alliance aus dem Jahr 2016, die darüber Klarheit schaffen sollte, erwies sich zuletzt als problematisch, vor allem wenn man früheren Antisemitismus mit heutigem vergleichen will oder Antisemitismus in verschiedenen Ländern. Heute spricht man von „Sekundärem Antisemitismus“ von „israelbezogenem Antisemitismus“, oder auch von „Umwegkommunikationsantisemitismus“ – das sind Begriffe, die viel Raum für Interpretation lassen. Bei den Schlussfolgerungen ist also Vorsicht geboten. Nur wenn über die Methode der Erhebungen Übereinstimmung herrscht, sind Vergleiche möglich, und nur dann darf man überhaupt von   >>>

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