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Nachrichtenoffizier und Hasbaraktivist Major Arye Sharuz Shalicar

Vom Kleingangster zum Armeesprecher - Er war ein König der Kleingangster, damals in seiner Weddinger Jugend: Dealer, Sprayer, Messerstecher. Bandenführer  Unter dem Pseudonym „Boss Aro“ war er Mitbegründer der berüchtigten Straßengang „Berlin Crime“. Er wurde Graffiti-Sprüher, Rapper, Kleinkrimineller. Auch mit dem Messer hat er schon zu gestochen - in Israel wurde er Armeesprecher der IDF - Major. Seit 2017  Mitarbeiter der israelischen Regierung im Ministerium für Nachrichtendienst wo er der israelischen Regierung zuarbeitet
 

 

"Arye Sharuz Shalicar (hebräisch אריה שרוז שליקר; geboren 13. August 1977 in Göttingen[1]) ist ein deutsch-israelischer Politologe, Buchautor und Offizier. Der ehemalige Hip-Hop-Musiker diente seit 2009 als Presseoffizier bei den Israelischen Verteidigungsstreitkräften und bekleidete zuletzt den Rang eines Majors. Seit 2017 ist er Mitarbeiter der israelischen Regierung im Ministerium für Nachrichtendienst" - so wird er in Wikipedia vorgestellt. Bereits seit 2006 war er für die Jewish Agency tätig und arbeitete auch für das Nahoststudio der ARD in Tel Aviv.  Von Oktober 2009 bis Anfang 2017 war er einer von vier Pressesprechern der israelischen Armee. (Auch als 2014 die IDF in Gaza über 2000 Menschen, darunter 500 Kinder tötete) Seit 2017 arbeitet er im Ministerium für Nachrichtendienst in Jerusalem. Dort ist er Abteilungsleiter des Bereichs internationale Beziehungen.[7] Herr Shalicar wurde 2015, damals noch Armee-Sprecher, durch die Bild-Journalistin Antje Schippmann vorgestellt: "Pünktlich zum 50. Jahrestag der diplomatischen Beziehungen startet er seine eigene Facebook-Seite, auf der er den deutschen Usern seine Arbeit und die Sicherheitslage Israels erläutert. Es ist die erste offizielle Facebook-Seite eines israelischen Regierungsvertreters in deutscher Sprache". [1]  Quelle1  und Wikipedia

Vom Kleingangster zum Armeesprecher - Er war ein König der Kleingangster, damals in seiner Weddinger Jugend: Dealer, Sprayer, Messerstecher. Bandenführer  >>>

Unter dem Pseudonym „Boss Aro“ war er Mitbegründer der berüchtigten Straßengang „Berlin Crime“. Er wurde Graffiti-Sprüher, Rapper, Kleinkrimineller. Auch mit dem Messer hat er schon zugestochen  >>>
 

Drohungen eines hochrangigen israelischen Geheimdienstmitarbeiters gegen europäische BürgerInnen auf Facebook  >>>


2. 6. 2019

Quelle

 

 

 

1. 6. 2019

Video: Aktivisten in Deutschland unterbrechen israelischen Nachrichtenoffizier und Hasbaraktivisten  Major Arye Sharuz Shalicar

Von Oktober 2009 bis Anfang 2017 war er einer von vier Pressesprechern der israelischen Armee.
(Auch als 2014 die IDF in Gaza über 2000 Menschen, darunter 500 Kinder tötete) 
Arye Sharuz Shalicar 2014 als Armeesprecher: "Die Streitkräfte werden ihre Arbeit fortsetzen, denn: "Wir als Armee unterstützen die Regierung in ihrem Ziel, die Infrastruktur der Hamas zu zerschlagen und dauerhafte Sicherheit für die israelische Bevölkerung zu schaffen."

 

Video: Aktivisten in Deutschland unterbrechen israelischen Nachrichtenoffizier - Riri Hylton - 30. Mai 2019 - Der israelische Major Arye Sharuz Shalicar warb für sein neues Buch The New German Anti-Semite an einem Gymnasium in Aurich im Nordwesten Deutschlands, als am 17. Mai zwei Aktivisten, einer deutscher und einer israelischer, seine Rede unterbrachen.

"Sobald wir von den bevorstehenden Ereignissen erfahren haben, haben wir versucht zu intervenieren", sagte Christoph Glanz der elektronischen Intifada.

"Shalicar hat zwei mehr oder weniger autobiographische Bücher geschrieben, die viele Verleumdungen, Rufmorde und die Behauptung enthalten, dass Antisemitismus bei Linken, Muslimen und selbsthassenden Juden überall und am prominentesten ist."

"Wir haben den "Yes BDS"-Song von einem Lautsprecher gespielt, den wir mitgebracht haben", sagte Glanz. Nachdem die Musik beendet war, wandte sich Glanz direkt an Shalicar und verurteilte ihn als Vertreter eines Apartheid-Staates.

"Ich war schnell von etwa einem Dutzend Leuten umgeben. Viele schrien mir von allen Seiten ins Gesicht, einige zogen meine Arme von hinten und versuchten, mich zum Ausgang zu ziehen, während ich versuchte, Shalicar weiter anzusprechen", sagte Glanz.


Das obige Video, das von den Aktivisten gemacht wurde, zeigt den Protest.

Im Video ist der israelische Aktivist Ronnie Barkan, ein Veteran ähnlicher Proteste, zu hören, der auf Hebräisch Shalicar ruft, dass er der Vertreter eines "kriminellen Apartheid-Staates ist, der seit seiner Gründung Verbrechen gegen die Menschlichkeit begeht".

Die Mitglieder des Publikums versuchten, die Proteste zu unterdrücken.

Gewaltdrohungen
- Shalicar, gebürtiger Deutscher und Jude, wanderte 2001 nach Israel aus. Er war Militärsprecher und arbeitet nun für das israelische Geheimdienstministerium.

Im Jahr 2017 bedrohte er in einem Facebook-Posting deutsche Zivilisten und sagte, sie sollten "in Angst leben".

"Bitte teilen Sie! Die Botschaft dieses Artikels geht auch an alle in Deutschland, die denken, dass sie den Davidstern öffentlich verbrennen können, ohne dafür bestraft zu werden", schrieb er. "Wir wissen, wer du bist, wo du bist und wie wir dich vor Gericht bringen können. Wir bestimmen Zeit und Ort. Lebe in Angst!"

Er schien sich auf Proteste zu beziehen, in denen behauptet wurde, dass israelische Flaggen verbrannt wurden. Seine Botschaft wurde mit einem Link zu einem Artikel in der Tageszeitung Die Welt veröffentlicht, der eine israelische Militäroperation in Ramallah beschreibt, bei der verdeckte Soldaten auf unbewaffnete palästinensische Demonstranten schossen.

Das Foto zu dem Artikel, der auf Shalicars Facebook-Posting erschien, zeigte einen der Undercover-Israelis, der eine Pistole schwingt.

Die Androhung von Gewalt durch einen israelischen Beamten gegen deutsche Staatsbürger auf deutschem Boden hätte kaum deutlicher sein können.

Shalicar hatte am Vortag seines Vortrags in Aurich einen Vortrag im Büro der Nordwest-Zeitung in Oldenburg gehalten, wo er regelmäßig Beiträge leistet. PACBI, die palästinensische Kampagne für den akademischen und kulturellen Boykott Israels, verurteilte den Schritt und forderte die Zeitung auf, ihre Entscheidung, ihn aufzunehmen, rückgängig zu machen.
"Wir sind schockiert, dass eine Medienstelle einem israelischen Beamten, dessen Aufgabe es ist, die Fakten bewusst falsch darzustellen, eine Plattform bieten würde, die es Israels brutalem Regime erlaubt, weiterhin Palästinenser zu töten und unsere Menschenrechte zu verletzen", sagte PACBI.

"Das hat nichts mit der "Meinungsfreiheit" zu tun, da Aufstachelung und Rechtfertigung von Rassenhass und Kriegsverbrechen nie Anspruch auf einen solchen Schutz oder Plattformen haben." Die Veranstaltung verlief planmäßig, und Shalicar soll weitere Vorträge halten, auch in Berlin.

Doppelmoral
- Wenn es um Palästina geht, werden die deutschen Behörden immer offener mit zweierlei Maß.
Shalicars Rolle als militärischer Sprecher, der den Angriff Israels auf die Mavi Marmara 2010 in internationalen Gewässern und die Ermordung von 10 Zivilisten an Bord des Schiffes rechtfertigt, hat ihn nicht daran gehindert, Gespräche in ganz Deutschland zu führen.

Der Staatsanwalt des Internationalen Strafgerichtshofs kam zu dem Schluss, dass israelische Streitkräfte während des Angriffs auf Mavi Marmara Kriegsverbrechen begangen haben könnten.

Auch die Tatsache, dass Shalicar offen drohte, deutsche Bürger von ihrem demokratischen Protestrecht Gebrauch zu machen, hat seinen Zugang zu deutschen Veranstaltungsorten nicht eingeschränkt.

Das Gleiche gilt nicht für palästinensische Aktivisten, wie die Zwangsdeportation von Rasmea Odeh, einem Opfer israelischer Folter, zeigt.

Auf Geheiß hochkarätiger israelischer Politiker wurde Odeh daran gehindert, Anfang des Jahres auf einer Veranstaltung zum Internationalen Frauentag in Berlin zu sprechen.

Die jüngste Beschimpfung des BDS - Boykott, Desinvestition und Sanktionen - durch den Bundestag als antisemitisch ist die jüngste in einer langen Reihe von Aktionen gegen Menschen, die sich für die palästinensischen Rechte einsetzen.

"Shalicar versucht, als sehr leise zu wirken und gleichzeitig eine rassistische Agenda zu setzen", sagte Glanz. "Der Vorfall, bei dem er deutsche Bürger bedrohte, war eine Ausnahme, aber der Facebook-Post veranschaulicht die sehr brutale Einstellung, in der sie sich befinden." Übersetzt mit DeepL.com     Quelle

 

 

 

Erhard Arendt - Mit seiner Facebookseite betreibt Arye Sharuz Shalicar eine üble, verleumderische und Aufhetzende Propagandaarbeit. Dort verleumdete, diffamierte er unter anderem auch Abraham Melzer und mich. Mit mit billigen, üblen Propagandatricks aus der Mottenkiste des 3. Reiches und anderer Unrechtstaaten versucht er auch z.b. die Hamas, alle in Gaza  als Terroristen darzustellen.
Hierbei darf man nicht vergessen, dass Arye Sharuz Shalicar von Oktober 2009 bis Anfang 2017 einer von vier Pressesprechern der israelischen Armee (IDF)

Das heißt, 2014  als Gaza überfallen wurde, über 2 000 Menschen dort getötet wurden, um die 500 Kinder dort getötet wurden, rechtfertigte er diese Menschnrechtsverletzung, rechtfertigte Arye Sharuz Shalicar diesen Massenmord, den Verstoß gegen über Völkerrecht..
 

Ich denke, diese Gegenüberstellung sollte dem letzen Zweifler zeigen
was der Unterschied zwischen Aufklärung und Manipulation ist.
Von Oktober 2009 bis Anfang 2017 war Arye Sharuz Shalicar einer der Pressesprechern der israelischen Armee.
Zu den 500 Kinder die in Gaza 2014 getötet wurden schweigt er.
Die zeigen nämlich, wer der wahre Terrorist ist, nun vom "Antisemitismusbeauftragen" Klein in Deutschland  weitergereicht.

 

Ich denke, diese Gegenüberstellung und sein Worte dazu
 demonstrieren eine mehr als unanständige manipulative Propaganda
sie unterstellen damit, die Menschen in Gaza, die Hamas liebt ihre Kinder nicht so wie ein  "braver israelischer hasbaramitarbeiter"
Er unterschlägt dabei, macht eine Opfer/Täter umkehr, das 2014, als er einer der Armeesprecher der IDF war,
er die Ermordung von um die 500 Kindern in Gaza rechtfertigen musste, es sicher getan hat.
Die hätten sich sicher alle gewünscht, das ihr Papa sie so liebevoll auf den Arm nehmen könnte. Die Kinder die überlebt haben,
hätten sich sicher tausendfach gewünscht noch einen Vater zu haben, der sie auf dem Arm nimmt.
Sie verloren dank der IDF teilweise ihre ganze Familie. Es gab Kleinkinder die plötzlich die Mutter eines Babys sein mußten.

Bildergebnis für gaza kind mutter geworden

 


Ist er mit einer solch üblen Propaganda auf den Spuren von Stalin?


 

Ähnlich arbeiteten auch schon die Nazis

Nur ist mir da kein Vergleich bekannt, wo man so unanständig die neuen Opfer als Täter dagegenstellt. 


 

Warum stellt er nicht eins von den 500 Kindern daneben, die Israel (IDF) 2014 (vermutlich von ihm als Armeesprecher gerechtfertigt) getötet hat?
 

 


 

 

Auch ein solches Bild, das eher der Realität entspricht,  fehlt in seiner Gegenüberstellung.
Es zeigt, wie israelische Kinder schon an Waffen ausgebildet werden, da gibt es viele Gruppenaufnahmen
die zeigen, wie liebevolle Väter ihren Kindern das Morden beibringen.



 

Hier werden Raketen (Bomben) mit Grüßen an den Libanon beschriftet.


 

Quelle Facebook - um die Bilder zu vergrößern auf das Bild oben klicken
 

 

 

Übrigens, so erleben die palästinensischen Kinder seine Waffenbrüder:

 

Da gibt es auch duzende duzende ähnlicher Bilder und Fotos

und hunderte Bilder von getöteten Kindern, tausende von verwundeten Kinder.
 

 


Tage später, die gleiche klassische Propagandaidee (Tiere und Kinder beeindrucken), zeigt sich der ehemalige Dealer, Sprayer, Messerstecher
. Bandenführer, IDF Sprecher unschuldig mit Häschen

 


 



So wie Palästinenser israelische Tiere erleben hat er noch nicht gezeigt, unterschlägt er.

 

 

 

 

 

12. 5. 2019

München, 08. Mai 2019 - Reiner Bernstein

Herrn
Dr. Felix Klein
Beauftragter der Bundesregierung für
jüdisches Leben in Deutschland
Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat
Alt-Moabit 140

10557 Berlin

Sehr geehrter Herr Dr. Klein,

ich höre, dass Sie die Vortragsrunde von Herrn Arye Sharuz Shalicar in der Bundesrepublik finanziell fördern. Ihre Entscheidung löst bei mir äußerste Betroffenheit aus.

Ich bin 1968 an der Freien Universität Berlin mit einer Arbeit über den Antisemitismus in der Weimarer Republik promoviert worden. Seit 2005 war ich der deutsche Vertreter der israelisch-palästinensischen Genfer Initiative, dem Modell für die Zwei-Staaten-Lösung. Außerdem habe ich sechs Jahre lang die Bürgerinitiative Stolpersteine für München e.V. geleitet.

Ich nehme an, dass Ihnen bewusst ist, dass die Kriminalisierung der BDS-Kampagne, die ich aus verschiedenen Gründen nicht unterstütze, darauf abzielt, die internationale Diplomatie und Öffentlichkeit auf die Annexion „Judäas und Samarias“ nach Ost-Jerusalem einzustimmen. Hierauf habe ich vor kurzem auch die Bundeskanzlerin Frau Dr. Angela Merkel aufmerksam gemacht. Seit einigen Monaten liegt mein jüngstes Buch „Wie alle Völker…?“ zur Rezeption des israelisch-palästinensischen Konflikts seitens unserer Politik vor.

Meine Ehefrau Judith Bernstein wurde als Tochter deutsch-jüdischer Eltern in Jerusalem geboren, ihre Großeltern mütterlicherseits wurden Anfang März 1943 aus Erfurt nach Auschwitz deportiert und dort ermordet. Wer hierzulande den Namen Bernstein trägt, braucht keine Belehrungen über die Reichweite und die Tiefenwirkung fortwährender antijüdischer Ressentiments.  mehr >>>

 

 

 


 

Arye Sharuz Shalicar und sein Buch "Der neu-deutsche Antisemit
 Gehören Juden heute zu Deutschland? Eine persönliche Analyse

 

Collage von Erhard Arendt


Journalisten sind ein faules Volk…und alle sind Antisemiten“  -  7. Mai 2019 - Abi Melzer - Ein paranoides und überflüssiges Buch eines zionistischen Wirrkopfs.

Ich habe mich mit Mühe durch das langweilige Buch dieses israelischen Agent Provocateur gequält und wollte es mehrmals in den Papierkorb werfen. Für eine Rezension hätte ein einziges Wort genügt: Paranoia. Ich habe es aber bis zur letzten Seite gelesen, um die Absurdität eines solchen Pamphlets zu verstehen und um darüber zu schreiben und andere zu warnen.

Ich war auch vierzig Jahre Verleger und hätte ein solches Manuskript noch am selben Tag zurückgeschickt oder, falls kein Rückporto dabei wäre, in den Müll geworfen. Es ist von der ersten bis zur letzten Seite reine Propaganda aus dem berühmt-berüchtigten Ministerium für „Hasbara“ in Jerusalem. Hasbara, erklärte einst ein israelischer Konsul in Miami, bedeutet die Wahrheit sagen. Ein guter Witz, nicht wahr?

Shalicar stammt von einem ehemaligen (...) Gang aus dem Berliner Wedding (...)  Da er Jude war floh er nach Israel wo er in der Armee eine ungewöhnliche Karriere machte und schließlich zum Armeesprecher für deutsche Journalisten wurde, die in Israel akkreditiert waren. Seine Aufgabe war es die zahlreichen und gut dokumentierten Verbrechen des israelischen Staates schön zu reden und publizistisch unter das Volk zu bringen. Er sollte Märchen aus tausendundeiner Nacht erzählen und ihnen die Propaganda eintrichtern, die man für sie vorbereitet hat: Israel ist immer im Recht und die Palästinenser sind alle Terroristen.

„Ich bin zu der Erkenntnis gekommen“, schreibt er, „dass eine sehr einseitige Medienberichterstattung über Israel und den „Nahostkonflikt“ Antisemitismus auf deutschen Straßen fördert.“ Wenn er sonst kaum etwas richtiges in seinem Buch geschrieben hat, so ist dieser Satz absolut richtig, auch wenn Shalicar es nicht so gemeint hat. Auch ich bin der Meinung, dass die einseitige pro Israel Berichterstattung in der deutschen Presse und die Nicht-Berichterstattung über Kriegsverbrechen der israelischen Armee und des täglichen Unrechts und völkerrechtswidrigen Verhaltens Israels gegenüber den Palästinensern, in der Tat Antipathien gegenüber Israel fördert und schließlich auch Antisemitismus. Die Einseitigkeit, über die Shalicar hier so selbstgerecht klagt, ist eine Einseitigkeit zugunsten Israels und nicht der Palästinenser.

Es ist überhaupt lächerlich und seltsam wie er die mächtigen Israelis bedauert und bemitleidet und den schwachen Palästinensern Terrorismus vorwirft und die Absicht Israel zu vernichten und zu delegitimieren. Als ob die Palästinenser dies könnten. Während sie um ihr Leben und Überleben kämpfen, ist die israelische Armee damit beschäftigt noch mehr palästinensisches Land zu rauben und mit Juden zu kolonisieren.

„Wenn Israel nicht stark wäre, dann, wären die arabischen Armeen erfolgreich bis nach Jerusalem und Tel Aviv durchgedrungen. Im besten Fall hätten sie die Frauen am Leben gelassen, um sie zu misshandeln.“ Warum schreibt er nicht „zu vergewaltigen“? Dabei sind israelische Soldaten in arabische Dörfer gedrungen und arabische Frauen vergewaltigt. Ich weiß, dass will man in Israel nicht hören, aber es gibt genügend jüdische Zeitzeugen, die das bestätigen. Erst kürzlich sagte der IDF-Chefrabbi, dass „Soldaten arabische Frauen vergewaltigen können, um die Moral zu erhöhen“

Und natürlich darf nicht fehlen, dass die „Nachbarn einen ins Meer jagen wollen.“ Dieser gemeine, zynische und rassistische Mythos existiert schon seit der Gründung des Staates Israel, seit die Juden tausende und abertausende von Palästinensern ins Meer geworfen haben.  >>>

 

 

 

 

 


 

"Gezielte zivile Tötungen" und  "Lebt mit der Angst"

Anmerkungen und Anregungen zur Lesereise von Arye Sharuz Shalicar in Deutschland

Helmut Suttor - 12. 5. 2019

Quelle facebook  + Quelle Welt

 

 

In  diesen Tagen reist der Deutsch-Israeli Arye Sharuz Shalicar durch die Republik um seine Buch: Der neu-deutsche Antisemit: Gehören Juden heute zu Deutschland? Eine persönliche Analyse  zu präsentieren.

"Arye Sharuz Shalicar (hebräisch אריה שרוז שליקר; geboren 13. August 1977 in Göttingen[1]) ist ein deutsch-israelischer Politologe, Buchautor und Offizier. Der ehemalige Hip-Hop-Musiker diente seit 2009 als Presseoffizier bei den Israelischen Verteidigungsstreitkräften und bekleidete zuletzt den Rang eines Majors. Seit 2017 ist er Mitarbeiter der israelischen Regierung im Ministerium für Nachrichtendienst" - so wird er in Wikipedia vorgestellt. In den Verlautbarungen seines Verlages wird eine weitere Funktion, die eines Beraters des derzeitigen israelischen Außenministers Israel Katz genannt.

Herr Shalicar wurde 2015, damals noch Armee-Sprecher, durch die Bild-Journalistin Antje Schippmann vorgestellt: "Pünktlich zum 50. Jahrestag der diplomatischen Beziehungen startet er seine eigene Facebook-Seite, auf der er den deutschen Usern seine Arbeit und die Sicherheitslage Israels erläutert. Es ist die erste offizielle Facebook-Seite eines israelischen Regierungsvertreters in deutscher Sprache". [1]

Die deutsch-israelischen Beziehungen könnten auf der Bürgerebene noch viel besser sein, dazu will ich beitragen“ (...) Viele sind falsch informiert und ich will ein Ansprechpartner werden, damit in Krisenzeiten die Leute nicht nur darauf hören, was in den Zeitungen steht oder was ihre Freunde ihnen sagen, sondern auch auf meiner Seite nachschauen oder mich direkt fragen, was hier los ist.“ - so sieht Herr Shalicar seine Mission.

Wer sich im Internet umsieht, bekommt sehr schnell einen Begriff davon, wie israelische Regierungspropaganda in Kooperation mit BILD, anderen deutschen Presseorganen und der Hasbara-Community funktioniert - was für ein PR-Asset in der Person des Herrn Shalicar der israelischen Regierung in diesem Kontext inzwischen herangereift ist.

Herr Shalicar veröffentlichte auf seiner Facebook-Seite am 15. Dezember 2017 einen Text (in deutsch und englisch), der zur Pflege der deutsch-israelischen Beziehungen "auf Bürgerebene" eher ungeeignet war. Dies hat er nach kurzer Zeit offensichtlich selbst eingesehen, weswegen er den Eintrag vier Tage später löschte.[2]  Sich auf das Verbrennen israelischer Fahnen in Deutschland beziehend lautet die deutsche Version des Textes:

„Die Message dieses Artikels geht auch raus an all diejenigen in Deutschland, die denken, dass sie den Davidstern öffentlich verbrennen können, ohne dafür bestraft zu werden. WIR wissen, WER ihr seid, WO ihr seid und WIE WIR EUCH zur Rechenschaft ziehen können. WIR bestimmen Zeitpunkt und Ort. Lebt mit der Angst!“

Auf Nachfrage erklärte sich Herr Shalicar: "Das ist meine private Seite. Ich wurde in Deutschland geboren und hatte es mit hunderten antisemitischer Angriffen junger Muslime zu tun. Es ist unfassbar, dass sie Juden bedrohen und jüdisch-israelische Symbole verbrennen. Das verletzt mich persönlich und ich bin nicht länger willens das zu tolerieren."

Hierzu ist folgendes festzustellen. Im Dezember 2017 war Herr Shalicar seit acht Jahren Sprecher der israelischen Armee. Es handelte sich also um einen Regierungsbeamten in gehobener Stellung mit langjähriger Erfahrung. Insofern liegt es nahe davon auszugehen, dass er nicht isoliert gehandelt hat, sondern mindestens in informeller Absprache mit anderen Mitarbeitern. Wenn man nach so langer Zeit der Sozialisation in israelischen Regierungsdiensten derartige Texte formuliert und veröffentlicht, stellt sich die Frage, ob das Milieu in dem sich Herr Shalicar bewegte und bewegt ganz oder teilweise anschlussfähig ist an die Geisteshaltung, die in seiner Äußerung  zum Ausdruck kommt.  

Dagegen, dass er nur als Privatperson handelte, spricht nicht nur die Wir-Form, sondern auch die Tatsache seiner Bekanntgabe durch BILD als "erste offizielle Facebook-Seite eines israelischen Regierungsvertreters." In jedem Fall drückt sich darin eine Selbstverständnis aus, das Deutschland als erweitertes israelisches Inland begreift in dem man gut zu Hause ist und nach belieben auch jenseits von Recht und Gesetz schalten und walten kann.

Offensichtlich hat die Veröffentlichung 972mag.com die Löschung des Beitrags ausgelöst. Der Artikel erschien am 18.12.2017, die Löschung erfolgt einen Tag später. Dies war demnach vermutlich nicht eigene Einsicht sondern es bedurfte eines Impuls von außen.

Dass ein israelischer Regierungsbeamter offen Drohungen in Mafia-Diktion ausspricht bezogen auf Personen, die in Deutschland leben, halte ich für einen beispiellosen Vorgang. Das gilt ganz unabhängig davon, gegen welche Personen sich dies richtet. Hier wird Gewalt angedroht, wobei offen bleibt ob sich diese auf Körperverletzungsabsicht beschränkt oder weiter geht. Wenn Terror mit der Verbreitung von Angst und Schrecken zu tun hat, dann ist es die Absicht dieses Textes ein entsprechendes Klima zu erzeugen.

Ein interessantes Detail kommt hinzu: Auf den Tag genau gleichzeitig mit dem Lebt-mit-der Angst-Eintrag soll Shalicar einen Eintrag über die israelische Antiterror-Einheit Mistaravim (bedeuted: Werde Araber) eingepflegt haben.[3] Wie das Bild oben zeigt, kleiden sich deren Mitglieder arabisch um sich unter Arabern bewegen zu können. Demnach sollte offensichtlich die Drohung unterstrichen werden mit Informationen zu dieser Truppe, die gern als "Elite-Einheit" präsentiert wird, im partiell rechtsfreien Raum der Westbank hin und wieder eher unprofessionell durch Rambo-Praktiken auffällt und sich wenig um Recht und Gesetz schert. Auch dieser Beitrag ist gelöscht.

Eine Mistaravim-Einheit (20-30 Personen) hat beispielsweise am 12.11.2015 das al-Ahli Hospital in Hebron überfallen. Es sollte der 22jährige als Patient einliegende Azzam al-Shalalda festgenommen werden, der eine Messerattacke auf einen jüdischen Siedler verübt haben soll und dabei von diesem verletzt wurde. Bei der Mistaravim-Aktion wurden ein bis zwei Verwandte des Gesuchten erschossen, er selbst wurde dabei entführt. [4] Die Nichtregierungsorganisation (NGO)  Ärzte ohne Grenzen hat gegen diese Aktion protestiert. Internationales Menschenrecht erfordere die Respektierung von Gesundheitseinrichtungen. Kranke seien ohne Ansehen ausschließlich nach Gesichtspunkten medizinischer Ethik zu behandeln.[5] Darüber hinaus geht es um einen anderen Aspekt, nämlich die Frage, ob die Menschen durch Exekutionen oder wegen Notwehr ums Leben kamen.  Die Kommandoaktion (nicht die Erschießung), teilweise aufgenommen von installierten Kameras, lässt sich im Internet besichtigen. [6] Angesichts der großen Anzahl von Kommandomitgliedern stellt sich zunächst unter Plausibilitätsgesichtspunkten die Frage, ob es nicht-lethale Handlungsalternativen gab. Zweitens ist zu Fragen ob aufgeklärt wurde wie der/die Palästinenser zu Tode kamen.

In diesem Kontext ist auf einen Vorfall zu verweisen, der sich im März 2016 ebenfalls in Hebron ereignete. Ohne dass dies den beteiligten Militärs während des Geschehens bewusst war, wurde die Exekution eines wehrlos am Boden liegenden Palästinensers, des 21-jährigen Abdel Fattah al-Sharif (ebenso ein Messerattentäter) vom Dach eines Nachbarhauses gefilmt und durch die NGO Betselem ins Netz gestellt .[7] Es ist aufschlussreich, sich dieses Video anzusehen. Die Soldaten verhalten sich angesichts der Erschießung ganz unaufgeregt, als ginge es um eine Routineangelegenheit. Der Schütze Elor Azaria lädt sein Gewehr in aller Ruhe durch, seine Kameraden beobachten dies und treten einen Schritt zurück. Dies nährt Zweifel an der Erklärung der israelischen Armee es habe sich hier um einen "schwerwiegenden Vorfall" gehandelt "der gegen die Werte der israelischen Armee verstösst".
 

 

Exekution vor laufender Kamera: (1) Elor Azaria lädt seine Waffe durch. (2) Abdel Fattah al-Sharif lag zum Zeitpunkt seiner Exekution schon 11 Minuten schwerverletzt am Boden

 

Elor Azaria wurde wegen Todschlags zunächst zu 18 Monaten Haft verurteilt, aber schon nach einem Jahr vorzeitig entlassen,  obwohl er, wie die zuständige Staatsanwältin feststellte, keine Reue zeigte.[8] Nach deutschem Recht liegt der Strafrahmen für Totschlag zwischen 5 und 15 Jahren (§ 112 StGB). Die zuständige Richterin musste wegen Morddrohungen unter Polizeischutz gestellt werden. 2015 hat die Knesset die Obergrenze für Steinewerfer auf 20 Jahre  Gefängnis heraufgesetzt. Justizministerin Ajelet Schaked: „Ein Steinewerfer ist ein Terrorist, und nur eine passende Strafe kann als Abschreckung und gerechte Bestrafung dienen.“  

Die hier vorgestellten Ereignisse fanden in der Amtszeit von Herrn Shalicar als Armeesprecher statt. Er sollte also auskunftsfähig sein. Er sollte dazu befragt werden. Es würde dadurch vermutlich etwas schwieriger, die Rolle des Märchenonkels im nahostpolitischen Kindergarten durchzuhalten, wo die Guten zur Linken und die Schlechten zur Rechten feinsäuberlich sortiert dem deutschen Publikum vorgeführt werden.

Dass Herr Shalicars Äußerungen auch in einem weiteren Sinn möglicherweise nicht isoliert zu sehen sind, ergibt sich aus einem Interview,[9] seines derzeitigen Dienstherrn Israel Katz (seit Februar 2019 Außenminister).  2016, damals war Katz u.a. Minister für Nachrichtendienste, führte er aus:  

Frage: Gibt es eine Verbindung zwischen Ihrer Rolle als Geheimdienstminister zum jahrelangen Kampf, den Israel gegen das BDS-Phänomen führt. Das Boykott-Phänomen gegen den Staat Israel?

AntwortAbsolut. Es führt es aus und muss es ausführen. Israel muss eine gezielte zivile Hintertreibung/Vereitelung (targeted civil thwarting) der Führung von BDS-Aktivisten ausführen.

Unter den verschiedenen Euphemismen für gezielte Tötung werde "targeted thwarting  (...) von israelischen Offiziellen gebraucht (...) während Ausdrücke wie 'extra-judicial killings' von Israelis selbst nicht in Gebrauch sind."  - so der Völkerrechtler Roland Otto. [10] Auf Rückfragen, was der Begriff targeted civil thwarting genau meine weicht Herr Katz entweder aus (möchte nicht ins Detail) gehen, schildert Aktivitäten normaler geheimdienstlicher Aufklärung und bringt, wie der vor ihm in derselben Sendung interviewte Innenminister, BDS und namentlich Omar Barghuti in Zusammenhang mit terroristischen Aktivitäten (Katz: Gezielte zivile Hintertreibung/Vereitelung meint, solche Aktivisten zu entlarven, solche Leute, das System, die Mechanismen und ihre Verbindungen mit jenen Organisationen, die schon die Grenze überschritten haben zu militärischer terroristischer Aktivität).

Katz benutzt das Stilmittel der Insinuation: Das Gemeinte, dass BDS in Verbindung mit dem Terrorismus steht, wird angedeutet ohne es zitier- und konkretisierbar eindeutig zu sagen. "Die Methode der Insinuation beruht auf dem Prinzip, etwas in der Sache zu behaupten, ohne es in der Form beweiskräftig behauptet zu haben."[11]  Dies gilt v.a. auch für  targeted civil thwarting, wenn man weiß, dass dieser Begriff ohne die Einfügung "civil" als eindeutige Bezeichnung verbreitet ist. Wie Israel mit Terroristen verfährt ist ja bekannt.

Selbstverständlich führt Katz weder einen Beweis noch ein Indiz für Terror-Verbindungen von BDS an. Es geht hier offensichtlich darum, den Terrorismusbegriff so zu erweitern, dass er nach Belieben auf Oppositionsgruppen und Gegner anwendbar wird, die grundsätzliche Kritik an israelischer Regierungspolitik üben. Herr Erdogan lässt grüßen!

BDS soll illegalisiert werden als eine legitime Position im politischen Meinungsstreit in Israel und anderswo. In den USA gibt es inzwischen Berufsverbote in Zusammenhang mit BDS. BDS-Sympathien oder auch nur Kritik an der Siedlungspolitik sind ein Ausschlussgrund für Bewerber auf öffentliche Stellen.[12] Hierzulande sind wir noch nicht ganz so weit. Für USA und Deutschland dürfte gelten: Man wird sich eher auf die Gerichte als auf die Politik verlassen können, wenn es darum geht, das Recht auf Versammlungs- und Meinungsfreiheit zu Israel und Palästina zu wahren oder wieder her zu stellen.

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Ich schlage vor, die hier angeführten Themen im Kontext der Veranstaltungen zum Buch von Herrn Shalicar friedlich und zivilisiert zu thematisieren.

Die - vermutlich unvollständige - Liste zu Ort und Zeit findet sich unten.[13] Die Veranstaltungen werden übrigens ganz oder z.T. vom Deutschen Außenministerium mit finanziert. Man wird bezweifeln dürfen, dass dies mit den einschlägigen Förderrichtlinien kompatibel ist.

Helmut Suttor, Frankfurt

  

Datum

Uhrzeit

Ort

13.05.2019

18:00

Jüdische Gemeinde Kassel
Bremer Straße 3
34117 Kassel

14.05.2019

19:00

Liberale Jüdische Gemeinde
Fuhsestraße 6
30419 Hannover

15.05.2019

19:00

Amerikazentrum Hamburg e. V.
Am Sandtorkai 48
20457 Hamburg

16.05.2019

19:30

Pressehaus der Nordwest-Zeitung
Petersstraße 28-34
26121 Oldenburg

17.05.2019

19:00

Kreisvolkshochschule Aurich
Oldersumer Straße 65-73
26605 Aurich

20.06.2019

19:00

Jüdisches Gemeindehaus
Kleiner Saal
Fasanenstraße 79–80
10623 Berlin
Eintritt: EUR 8,00/5,00

14.05.2019

15:00

Forum der Paul-Klee-Schule Celle in der Wittestraße 14

 

[1] https://www.bild.de/politik/ausland/israel/der-erste-deutsche-facebook-major-israels-40908970.bild.html
[2] https://972mag.com/israeli-official-threatens-german-activists-we-know-who-you-are/131672/
[3] https://electronicintifada.net/blogs/ali-abunimah/live-fear-israeli-officer-warns-german-protesters-facebook
[4] https://uk.reuters.com/article/uk-israel-palestinians-violence/undercover-israeli-troops-raid-hospital-kill-palestinian-idUKKCN0T10KA20151112
[5] https://www.msf.ie/article/palestine-msf-urges-military-authorities-comply-international-humanitarian-law
[6] https://electronicintifada.net/blogs/ali-abunimah/israel-executes-palestinian-hospital-room
[7] https://www.watson.ch/international/pal%C3%A4stina/831304535-israelischer-soldat-toetet-palaestinenser-vor-laufender-kamera-und-keiner-reagiert
[8] https://www.ard-telaviv.de/incident/todesschuetze-von-hebron-kommt-bald-frei/
[9] https://www.youtube.com/watch?v=ukXAFxI8Ix4; Übersetzung der englischen Untertitel des in Hebräisch geführten Interviews
[10] Otto, Roland, Targeted Killings and International Law. With Special Regard to Human Rights and International Humanitarian Law, 2012, S. 12
[11] Vgl. Thomas Meyer, Methoden und Strategien. Insinuation als Stilmittel, in: Friedrich-Ebert-Stiftung /Akademie der Politischen Bildung (Hrsg.), Am rechten Rand, Analysen und Informationen für die politische Bildung, Bonn 1995, S. 18.
[12] https://forward.com/opinion/417722/your-anti-bds-crusade-hurts-jews/
[13] https://www.hentrichhentrich.de/buch-der-neu-deutsche-antisemit.html

 

 

 

 

„Lebt mit der Angst!“ -  Reiner Bernstein - 1.  .5 2019 - Im November 2018 stellte Arye Sharuz Shalicar, ehemals Sprecher der israelischen Armee und seit 2017 Mitarbeiter des Ministeriums für Transport und Geheimdienste, in der Münchner Israelitischen Kultusgemeinde sein Buch „Der neu-deutsche Antisemit“ vor. Im Werbetext der Gemeinde – wer trägt dafür die Verantwortung? – wurde darauf hingewiesen, dass der Reservemajor beruflich „auf deutsche Spitzenpolitiker, Vertreter von NGOs, Journalisten, Polizisten, Bundeswehrsoldaten, Akademiker und Pilgergruppen“ trifft. Er selbst wandte sich an seine Gegner mit einer Drohung, welche die Tageszeitung „Die Welt“ übernahm:

„Die Message dieses Artikels geht auch raus an all diejenigen in Deutschland, die denken, dass sie den Davidstern öffentlich verbrennen können, ohne dafür bestraft zu werden. WIR wissen, WER ihr seid, WO ihr seid und WIE WIR EUCH zur Rechenschaft ziehen können. WIR bestimmen Zeitpunkt und Ort. Lebt mit der Angst!

Shalicar, 1977 in Göttingen in eine jüdisch-iranische Familie geboren, definiert einen rechtsfreien Raum in Deutschland, in dem die israelische Regierung nach eigenem Gutdünken frei schalten und walten kann, und liefert somit die in Jerusalem bevorzugte Interpretation der besonderen israelisch-deutschen Beziehungen.

Ich bin ihm nie begegnet. Ich vermute, dass er nie einen Text von mir gelesen hat oder eine meiner Veranstaltungen besucht hat. Wer also waren seine Zuträger über jenen Kölner antideutschen Schauspieler Gerd Buurmann hinaus, der mich vor einem Jahr maßlos angegriffen hat, ohne dass auch er mich kannte? In Shalicars Buch finden sich folgende Passagen:

„Reiner Bernstein liebt tote Juden in Deutschland und ehrt sie mit Stolpersteinen, aber mit lebendigen Juden in Israel hat er ein Problem, weshalb er eine Organisation unterstützt, die zum Boykott lebendiger Juden und jenen, die mit ihnen in Frieden leben, aufruft. E Bernstein will wahrscheinlich auch nicht anders sein als die Münchner Elite und tut alles, um noch Israel-kritischer bzw. antisemitischer aufzutreten als alle anderen, um nicht nur wie alle anderen gekleidet zu sein, zu sprechen und sich zu benehmen, sondern auch mit dem Zeigefinger auf den gemeinsamen Feind, den Juden und seinen kriminellen Staat, zu deuten. Er lebt in einer Fantasiewelt. Bernstein ist Jude und wird Jude bleiben ganz gleich, wie sehr er es hasst, Jude zu sein. Keine Anti-IsraelAktion, die er unterstützt, wird ihn unjüdischer und somit in den Augen der Antisemiten ‚menschlicher‘ machen.“

Hermann Göring lässt grüßen: „Wer Jude ist, bestimme ich!“


Im Gefolge seiner Rufmord-Kampagne gegen mich hat Shalicar die „Münchner Elite“ gleich mit zu den Antisemiten gerechnet. Welcher Veranstalter hat den Mut, einen solchen Mann zu einer Lesung einzuladen? Welche Verantwortung trägt der Berliner Verlag Hentrich & Hentrich, der das Buch im Handel für 16,90 Euro vertreibt? Lassen sich Shalicars Drohungen und Pöbeleien mit Hinweis auf die Meinungsfreiheit gemäß Artikel 5 GG rechtfertigen?

Wie weit diese in Israel selbst unter die Räder geraten ist, bejubelte der Nachrichtendienst-Mitarbeiter, der laut „Wikipedia“ in Berlin mit zwei AusländerGangs liiert war und nach Auskunft israelischer Gewährsleute eine Aufpasser-Rolle im Ausland einnehmen soll, mit folgendem Satz: „Interessanterweise haben sowohl Moshe Zimmermann“ – emeritierter Historiker der Hebräischen Universität – „und Avi Primor“ – einstiger Botschafter in Berlin – „in Israel nichts zu melden.“

Auch der Tel Aviver Historiker Moshe Zuckermann bleibt nicht verschont: „Wie sich gutes Geld mit jüdischer Hetze gegen den jüdischen Staat verdienen lässt, braucht man auch Moshe Zuckermann nicht zu erklären.“ Fällt Shalicar auf, dass er Juden rasenden Selbsthass unterstellt und gleichzeitig das antisemitische Klischee vom raffgierigen Juden bedient, der die nichtjüdische Welt ausbeutet? Lässt sich dieses Doppelspiel so erklären, dass er einst in Deutschland alles tat, um wie „meine muslimischen Mitbürger“ zu sein? Gehörte er einst zu jenen, die Davidsterne verbrennen?

Es ist höchste Zeit, solchen Leuten und ihren Hintermännern und -frauen öffentlich und juristisch das Handwerk zu legen. Übrigens und nicht nebenbei: Hat das Kulturreferat der Landeshauptstadt den Auftritt Shalicars finanziell gefördert, und wie wäre dann das vorauseilende Verbot der Filmvorführung von Mohammed Alatar über die Debatten von 2004 im Internationalen Strafgerichtshof über den israelischen Mauerbau zu verstehen, weil am Rande das Thema BDS hätte vorkommen können? Wurde das Verbot der Stolpersteine auf öffentlichem Grund nicht mit der Furcht begründet, dass auf den Ermordeten nochmals herumgetrampelt würde?

München ein Hort des Antisemitismus seit eh und je? Ist der Stadt das Prinzip der Einheit des Verwaltungshandelns bekannt? Auch der Verlag wird sich äußern müssen.

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