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Israelischer Ex-Geheimdienstchef: Israels "ungerechte"
Kriege befeuern Antisemitismus
11.11.2019

Ami Ajalon, ehemaliger Admiral und Chef des gefürchteten israelischen Inlandsgeheimdienstes Schin Bet, erschütterte mit einer Rede in Washington die Grundmauern des Zionismus. Er stieß mit seiner Aussage mitten ins Herz einer Debatte, die eigentlich nicht geführt werden dürfte.

Als ehemaliger Kommandeur der Eliteeinheit Schajetet 13 und Oberbefehlshaber der israelischen Marine sowie Geheimdienstchef des Schin Bet weiß Ami Ajalon ganz genau, welche Methoden Israel anwendet, um das Land vermeintlich sicher zu halten. Aber es sind auch diese Methoden, insbesondere in den palästinensischen Gebieten und auch im Süden Libanons, die Hass schüren und entsprechende Reaktionen hervorrufen. In dem Dokumentarfilm "Töte zuerst" wurde zum ersten Mal einem internationalen Publikum die Tür zu den Machenschaften des Inlandsgeheimdienstes ein Stück weit geöffnet, bei dem auch unter anderem Ajalon zu Wort kam.

Regisseur Dror Moreh wollte eigentlich einen Film schaffen, der eine Art Spiegelbild der israelischen Gesellschaft darstellt, in den die Öffentlichkeit schauen und sagen sollte: "Das sind wir, so sehen wir aus." Doch Moreh gab zu, dass das, was dabei herauskam, ihn am Ende selbst schockierte. Der Schin Bet sollte das Feuer löschen, das die Politiker gelegt haben, sagten die Direktoren des Geheimdienstes in dem Dokumentarfilm. "Wir gewinnen zwar jede Schlacht, verlieren aber den Krieg", sagte einer von ihnen.

Bei einer Veranstaltung der jüdischen Organisation "J Street" in der US-Hauptstadt Washington D. C. am 26. Oktober hielt auch Ami Ajalon eine Rede. Darin ging er darauf ein, weshalb Israel den Krieg verliert und dass dies noch viel schlimmere Konsequenzen habe als unmittelbare sicherheitsrelevante Bedrohungen für den Staat Israel.

Was man von außen sieht, ist, wie wir zwei separate, völlig unterschiedliche Kriege führen. Der erste ist tatsächlich ein gerechter Krieg, ein Krieg zur Errichtung Israels innerhalb der 1967er-Grenzen, die auf internationalen Resolutionen beruhen. (…) Wir führen einen zweiten Krieg fort, einen Krieg zur Ausdehnung unserer Grenze nach Osten, um mehr Siedlungen zu bauen und um die Gründung eines palästinensischen Staates nebenan zu verhindern. Dieser zweite Krieg ist kein gerechter Krieg. Er spricht den Palästinensern das Recht zur Selbstbestimmung ab, das durch die internationale Gemeinschaft anerkannt wurde. (…) Dieser zweite Krieg zur Ausdehnung unserer Grenzen wird Israel noch weiter isolieren und den Antisemitismus in der Welt fördern. Aber das Wichtigste, das Gefährlichste (daran) ist, dass dieser Krieg das Ende jenes Israels sein wird, das die Gründerväter des Zionismus im Sinne hatten. Ich bin hier, um euch zu sagen, dass die Frage, in welchen Krieg wir unsere jungen Männer schicken, die israelische Gesellschaft auseinanderbrechen lässt. (…) Ihr seht diese Realität. Wir in Israel weigern uns, das zu sehen. Wir können es nicht sehen.

Israels "ungerechte" Kriege haben also laut dem ehemaligen israelischen Geheimdienstchef auch unmittelbare Auswirkungen auf den Antisemitismus. Dieser Aspekt gilt allerdings als ein Tabuthema, das mehr von Staaten wie den USA oder Deutschland rigoros unterdrückt wird als innerhalb Israels selbst. Dabei ist Ajalon weder der Erste noch der Einzige, der einen Zusammenhang zwischen steigendem Antisemitismus und der Israelpolitik seit 1967 sieht.

Schon kurz nach dem verhängnisvollen Sieg Israels im Junikrieg 1967, als es in einem militärischen Husarenstück die Armeen Ägyptens und Syriens in einem "Präventivschlag" größtenteils zerstörte und sein Staatsgebiet nahezu verdreifachte, warnte der israelische Gelehrte Jeschajahu Leibowitz vor den Folgen. In dem 1968 verfassten Essay "Die Territorien", gemeint waren die von Israel besetzten Gebiete, schrieb er die schon fast prophetischen Worte:

Die Araber werden das arbeitende Volk sein und die Juden die Verwalter, Inspektoren, Behörden und Polizei, hauptsächlich Geheimpolizei. Ein Staat, der über eine Bevölkerung von 1,5 bis 2 Millionen Ausländer herrscht, wird zwangsweise ein geheimer Polizeistaat werden  >>>

 
 

Ein antisemitischer Antisemitismusbegriff
Elise Hendrick - 12. 11. 2019

Erst recht nach dem antisemitischen und islamophoben Anschlag Halle muß man endlich darüber reden, daß in Deutschland mit staatlicher Unterstützung Gelder, die vorgeblich der Bekämpfung des Antisemitismus dienen sollen, mitunter zur Einschüchterung, Diffamierung und Repression jüdischer Menschen verwendet werden. Dem liegt ein Antisemitismusbegriff zugrunde, der alle antinationalen Jüdinnen und Juden als Antisemiten verleumdet. Dieser Antisemitismusbegriff ist deshalb an sich völlig antisemitisch.

Es handelt sich hierbei um den sog. „neuen“ oder „israelbezogenen“ Antisemitismus, Ein Begriff, der zuerst in den siebziger Jahren von der zionistischen Bewegung geprägt wurde und der an die Stelle des bislang gängigen, antirassistischen Antisemitismusbegriffs (antijüdischer Rassismus) treten sollte.

Die Verfechter dieses von mehreren Staaten und vielen quasistaatlichen Stellen ganz oder teilweise übernommenen Antisemitismusbegriffs haben jedoch nie wirklich versucht, den Begriff zu rechtfertigen. Dazu müßte man nämlich anerkennen, daß es auch ganz andere Antisemitismusbegriffe gibt, und das will man ums Verrecken nicht.

Wenn man einmal zugibt, daß es mehrere ganz unterschiedliche Definitionsansätze in Sachen Antisemitismus gibt, muß man sich nämlich Fragen stellen, denen die Verfechter des amtlichen Antisemitismusbegriffs lieber aus dem Weg gehen möchten. Insbesondere muß man sich Fragen nach Sinn und Zweck stellen. Man muß sich fragen, welche Ziele mit der Übernahme eines oder des anderen Antisemitismusbegriffs verfolgt werden sollen, und ob bzw. inwieweit sich die jeweiligen Antisemitismusbegriffe für diese Zwecke eignen.

Bei der Aufstellung einer Definition des Antisemitismus bestünde eine naheliegende Zielsetzung z.B. darin, jüdische Menschen davor zu beschützen, daß sie wegen ihres Jüdischseins verfolgt werden. Demnach wäre die Eignung eines Antisemitismusbegriffs daran zu messen, ob dadurch ein wirksamer Schutz vor Verfolgung gewährleistet werden kann. Wenn dem so ist, wäre der Begriff als geeignet einzustufen.

Ein Begriff hingegen, der auch oder v.a. dazu beiträgt, Debatten innerhalb der jüdischen Community zu delegitimieren, und somit jüdische Menschen nicht vor Verfolgung schützt, sondern regelrecht zur Verfolgung freigibt, wäre angesichts dieser Zielsetzung als schädlich einzustufen. Besonders verwerflich wäre dabei ein Antisemitismusbegriff, dessen Grundgedanken mit gängigen antisemitischen Verschwörungstheorien vereinbar ist und diesen Vorschub leistet.

Beides trifft auf den heute in Deutschland (und andernorts) gebräuchlichen Antisemitismusbegriff zu. Den Verfechtern dieses Begriffs ist es gelungen, jüdische Menschen, die nicht national eingestellt sind, als vermeintliche Antisemiten auszugrenzen, ihnen Veranstaltungsräume zu verweigern, und sogar zum allerersten Mal seit 1945 einem jüdischen Verein – der Jüdischen Stimme für einen gerechten Frieden – das Bankkonto zu kündigen.   >>>

 
 

Antisemitismus bedroht nicht nur jüdisches Leben
Zu den Mordanschlägen in Halle
von Annette Groth*

Eine Woche nach dem Anschlag in Halle hat der Landtag von Baden-Württemberg den Bericht des Antisemitismus-Beauftragten diskutiert. Ministerpräsident Kretschmann stellte den Anschlag in den Kontext von NSU und dem Mord an dem Regierungspräsidenten Lübcke und widersprach damit indirekt der These vom Einzeltäter. Der Antisemitismus-Beauftragte Michael Blume betonte in seinem Bericht, Antisemitismus bedrohe nicht nur jüdisches Leben, sondern auch die Grundlagen der freiheitlich-demokratischen Ordnung.

Blume warnt ebenfalls vor Gewalt «gegen Menschen mit Kopftüchern, Kreuzen – und gegen Menschen nichtweißer Hautfarbe».


Diese Gefahr wird in der derzeitigen aufgeheizten Debatte über Antisemitismus fast nie erwähnt; Medien wie Politiker fokussieren sich auf die Gewalttaten gegen Menschen jüdischen Glaubens, während Attacken gegen Muslime im öffentlichen Diskurs fast keine Rolle spielen.


Auch ein anderer Aspekt wird in der Antisemitismus-Debatte kaum thematisiert: das Rede- und Auftrittsverbot für diejenigen Juden und Jüdinnen, die die israelische Besatzungspolitik und die Verstöße der israelischen Regierung gegen Völkerrecht und Menschenrechte kritisieren. Neben vielen anderen Organisationen gehört dazu auch die «Jüdische Stimme für einen gerechten Frieden in Nahost»

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Zahlreiche Veranstaltungen, auf denen VertreterInnen dieser Gruppen reden sollten, werden seit langem durch Drohungen massiv behindert, verhindert oder können nur durch juristische Entscheide realisiert werden. Die letzte Veranstaltung, die juristisch durchgesetzt wurde, fand am 15.10. in Frankfurt statt, wo Judith Bernstein, Ko-Vorsitzende des jüdisch-palästinensischen Vereins Salam Shalom in München zum Thema «Meinungsfreiheit statt Zensur» reden sollte. In einer diffamierenden Presserklärung forderte Bürgermeister Becker die Absage «des geplanten Sympathisanten-Treffens der antisemitischen Israelhasser». Becker hetzte: «Wer diesen Personen eine Bühne bietet, fördert die Judenfeindlichkeit in unserem Land … Wer BDS noch immer als friedliche Menschenrechtsbewegung bewertet, verkennt deren wirkliches Ziel der Vernichtung Israels.»  >>>

 
 

Jassir Arafat wäre am 24. 8. 2019  neunzig Jahre alt geworden.
 


 

 

Seiten für   Yassir Arafat  >>>

 
 

Wie man Antisemitismus bekämpft
11. November - Bernie Sanders

(...) Die Gründung Israels wird von einem anderen Volk im Land Palästina als Ursache für seine schmerzhafte Vertreibung verstanden. Und so wie die Palästinenser die gerechten Ansprüche der israelischen Juden anerkennen sollten, müssen die Anhänger Israels verstehen, warum die Palästinenser die Schöpfung Israels so sehen, wie sie es tun. Die Anerkennung dieser Realitäten "delegitimiert" Israel ebenso wenig wie die Anerkennung der nüchternen Fakten der eigenen Gründung der USA. Es ist ein notwendiger Schritt der Wahrheit und Versöhnung, um die Ungleichheiten anzugehen, die in unseren jeweiligen Gesellschaften weiterhin bestehen.

Es ist wahr, dass einige Kritikpunkte an Israel die Grenze zum Antisemitismus überschreiten können, besonders wenn sie das Recht auf Selbstbestimmung für Juden verweigert, oder wenn sie in Verschwörungstheorien über übergroße jüdische Macht spielt. Ich werde immer Antisemitismus ausrufen, wenn ich ihn sehe. Meine Vorfahren würden nicht weniger von mir erwarten. Als Präsident werde ich die nationalen und internationalen Bemühungen zur Bekämpfung dieses Hasses verstärken. Ich werde das Justizministerium anweisen, dem Kampf gegen weiße nationalistische Gewalt Priorität einzuräumen. Ich werde nicht zwei Jahre warten, um einen Sonderbeauftragten für die Überwachung und Bekämpfung des Antisemitismus zu ernennen, wie es Trump getan hat; ich werde sofort einen ernennen. Ich werde auch wieder dem Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen beitreten, aus dem Trump zurückgetreten ist. Die Vereinigten Staaten sollten bei diesen wichtigen Themen in der UNO nicht außen vor bleiben; wir sollten am Tisch sitzen und dazu beitragen, eine internationale Menschenrechtsagenda zu gestalten, die alle Formen von Bigotterie und Diskriminierung bekämpft.

Wenn ich mir den Nahen Osten ansehe, sehe ich, dass Israel in der Lage ist, zu Frieden und Wohlstand für die gesamte Region beizutragen, was jedoch teilweise aufgrund des ungelösten Konflikts mit den Palästinensern nicht erreicht werden kann. Und ich sehe, wie sich ein palästinensisches Volk danach sehnt, seinen Beitrag zu leisten - und mit so viel zu bieten -, das noch immer unter einer militärischen Besetzung steht, die jetzt über ein halbes Jahrhundert alt ist und eine tägliche Realität aus Schmerz, Demütigung und Ressentiments schafft.

Die Beendigung dieser Besatzung und die Ermöglichung der Selbstbestimmung der Palästinenser in einem eigenständigen, demokratischen und wirtschaftlich tragfähigen Staat liegt im besten Interesse der Vereinigten Staaten, Israels, der Palästinenser und der Region. Mein Stolz und meine Bewunderung für Israel stehen neben meiner Unterstützung für die Freiheit und Unabhängigkeit der Palästinenser. Ich lehne die Vorstellung ab, dass es dort einen Widerspruch gibt. Die Kräfte, die den Antisemitismus anregen, sind die Kräfte, die gegen unterdrückte Menschen auf der ganzen Welt, einschließlich der Palästinenser, eingesetzt werden; der Kampf gegen den Antisemitismus ist auch der Kampf für die palästinensische Freiheit. Ich bin solidarisch mit meinen Freunden in Israel, in Palästina und auf der ganzen Welt, die versuchen, Konflikte zu lösen, den Hass abzubauen und Dialog, Zusammenarbeit und Verständnis zu fördern.

Wir brauchen diese Solidarität jetzt dringend. Überall auf der Welt - in Russland, in Indien, in Brasilien, in Ungarn, in Israel und anderswo - sehen wir den Aufstieg einer spaltenden und destruktiven Form der Politik. Wir sehen intolerante, autoritäre politische Führer, die die Grundfesten demokratischer Gesellschaften angreifen. Diese Führer nutzen die Ängste der Menschen aus, indem sie Ressentiments verstärken, Intoleranz schüren und Hass gegen ethnische und religiöse Minderheiten schüren, die Feindseligkeit gegenüber demokratischen Normen und einer freien Presse schüren und eine ständige Paranoia gegenüber fremden Anschlägen fördern. Das sehen wir in unserem eigenen Land sehr deutlich. Sie kommt von der obersten Ebene unserer Regierung. Es kommt von Donald Trumps Tweets und aus seinem eigenen Mund.

Als Volk, das seit Jahrhunderten Unterdrückung und Verfolgung erlebt, verstehen wir die Gefahr. Aber wir haben auch eine Tradition, die den Weg in die Zukunft weist. Ich bin ein stolzes Mitglied der Tradition der jüdischen sozialen Gerechtigkeit. Und ich bin so inspiriert, wenn ich sehe, wie so viele Juden dieses Banner aufheben, besonders die jüngere Generation von Juden, die dazu beitragen, eine Erweckung fortschrittlicher Werte in unserem Land zu führen. Sie sehen den Kampf gegen den Antisemitismus und für die jüdische Befreiung als mit dem Kampf für die Befreiung der unterdrückten Menschen auf der ganzen Welt verbunden. Sie sind Teil einer breiten Koalition von Aktivisten mit unterschiedlichem Hintergrund, die, wie ich immer glaube, sehr tief davon überzeugt sind, dass wir alle gemeinsam daran beteiligt sind.   Quelle

 
 

NGO-Chef muss Israel verlassen
"Die Entscheidung ist unvereinbar mit demokratischen Prinzipien"
Israels Oberstes Gericht hat die Ausweisung von Omar Shakir bestätigt. Der Chef der NGO Human Rights Watch soll zum Boykott israelischer Firmen aufgerufen haben. Der Verfassungsrechtler Mordechai Kremnitzer ist besorgt.
Ein Interview von Raniah Salloum

Seit wenigen Tagen ist klar: Omar Shakir muss Israel verlassen. Er leitet bisher das Büro der Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch für Israel und Palästina. Im Vorjahr hatte Israels Innenminister Arie Deri die Ausweisung Shakirs angeordnet.

Der Grund: Er habe zu einem Boykott israelischer Unternehmen aufgerufen, die in den besetzten Gebieten aktiv sind - also im palästinensischen Westjordanland und auf den Golanhöhen an der Grenze zu Syrien. Shakir, der US-Bürger ist, bestreitet den Vorwurf.

Sein Arbeitgeber legte Klage ein. Das Oberste Gericht Israels bestätigte die Entscheidung aber nun. Mordechai Kremnitzer, Verfassungsrechtsexperte am unabhängigen Forschungsinstitut "The Israel Democracy Institute", erklärt, was das Urteil bedeutet.

SPIEGEL: Wie hat das Oberste Gericht sein Urteil begründet?

Kremnitzer: Das israelische Gesetz, das Boykottaufrufe verbietet, unterscheidet nicht zwischen dem Staat Israel und den besetzten Gebieten. Daher hat das Gericht auch nicht diese Unterscheidung gemacht. In den Augen der Richter ist Shakirs Boykottaufruf ein unrechtmäßiger Standpunkt. Israel weigert sich, diesen anzuhören und verwehrt Menschen, die diesen äußern, die Einreise.

SPIEGEL: Hat Sie das Urteil überrascht?


Kremnitzer: Zu einem gewissen Grad ja. Das Gericht behandelt den Staat Israel innerhalb seiner international anerkannten Grenzen und die besetzten Gebiete, als wären sie eine Einheit, obwohl es aus rechtlicher Perspektive Unterschiede gibt. Das Urteil läuft zudem dem Wortlaut des Antiboykottgesetzes zuwider. Dieses verlangt für Boykottverbote, die Unternehmen oder Personen in Siedlungen betreffen, ein ganz besonders spezifisches Handlungsmotiv des Täters.

 
 

»Das sind Feiglinge«
Nach Konzertabsagen: US-Rapper Talib Kweli rechnet ab

mit Deutschlands Kulturszene und ihrer Ignoranz gegenüber dem weltweit grassierenden Rassismus
Interview: Dror Dayan - 10.09.2019 - Foto: Dorothy Hong

Der US-amerikanische Rapper Talib Kweli ist einer der renommiertesten Vertreter des sozialkritischen Conscious Rap. In seiner 20-jährigen Karriere arbeitete er mit sehr erfolgreichen Künstlern wie Mos Def, Pharrell Williams und Kanye West und hat auch beispielsweise mit Produktionen wie »Hip Hop for Respect« gegen die rassistische Polizeigewalt wichtige künstlerische Beiträge zu gesellschaftskritischen Debatten in den USA geliefert.

In Deutschland musste Kweli unlängst einen Preis für sein politisches Engagement zahlen: Die Veranstalter des Düsseldorfer Open Source Festivals sagten seinen Auftritt ab, weil er sich an der internationalen zivilgesellschaftlichen Kampagne Boycott, Divestment and Sanctions (BDS) gegen die israelische Besatzung in Palästina beteiligt, die von der deutschen Bundesregierung als »antisemitisch« eingestuft wird. Weitere Veranstalter von Klubkonzerten, etwa in Halle, München und Berlin, sind diesem Beispiel gefolgt, und deutsche Medien haben eine Hetzkampagne gegen ihn gestartet. M&R sprach mit Kweli über diesen Skandal, den Vormarsch von White Supremacy und die Rolle der Künstler im Kampf gegen den globalen Rechtsruck.

Herr Kweli, Ihr Name ist hierzulande sehr häufig in den Medien aufgetaucht. Gab es deutsche Journalisten, die nicht nur über Sie, sondern auch mit Ihnen geredet haben?


Nein, keinen einzigen.

Das Open Source Festival in Düsseldorf war nicht der erste Veranstalter, der einen Ihrer Auftritte abgesagt hat, weil Sie BDS unterstützen. Bereits 2016 hatte das Kulturzentrum Conne Island in Leipzig Ihre Show mit der gleichen Begründung gecancelt. Wie bewerten Sie dieses Vorgehen?


Ich finde, die Leute vom Open Source Festival, von Conne Island oder auch dem YAAM in Berlin sind Feiglinge. Das sind keine ehrlichen Menschen. Sie behaupten, für Gleichberechtigung zu stehen, in Wahrheit fördern sie aber den Faschismus. …

Der komplette Beitrag erscheint in der Melodie & Rhythmus 4/2019, erhältlich ab dem 13. September 2019 am Kiosk, im Bahnhofsbuchhandel oder im Abonnement. Die Ausgabe können Sie auch im M&R-Shop bestellen.


Talib Kwelis Youtube-Sendung »Vibrate Higher«: youtube.com/user/talibkweli
Sein Podcast »People’s Party with Talib Kweli« findet sich auf allen Streaming-Diensten

 
 


 

Dieser Olivenbaum in Bethlehem steht seit 5.000 Jahren - und dieser Mann verteidigt ihn.
Der alte Baum bei Jerusalem ist durch alles hindurchgegangen, und ein Mann besteht darauf, dass er an seiner Seite bleiben wird.
 Shatha Hammad - 11. November 2019

Er steht an dieser Stelle in der Nähe von Bethlehem länger als Christentum und Islam, seit der Zeit vor den Propheten des Heiligen Landes. Salah Abu Ali umkreist diesen alten Olivenbaum langsam und inspiziert sorgfältig jeden Zentimeter davon, bevor er sich im Schatten auf seinem Stuhl zurücklehnt. Neben ihm, auf einem Baumstamm balanciert, steht ein Obstteller, den er frisch von seinem Hof gepflückt hat. Ebenfalls in Reichweite ist eine große Flasche Wasser und die Kanne mit heißem Kaffee, die er jeden Tag zubereitet, um den Besuchern den Ort zu bieten, der zu seinem Heiligtum geworden ist.

Jeden Morgen um 6.30 Uhr geht der 46-Jährige zu dem Ort, an dem sich der Baum auf dem Grundstück seiner Familie befindet. Seit zehn Jahren hat er eine große Verantwortung: die Bewachung des ältesten und größten Olivenbaums Palästinas. Der Baum, der zur Familie Abu Ali gehört, liegt im Wadi Jwaiza Viertel des Dorfes Al-Walaja in Bethlehem, südwestlich des besetzten Jerusalem.

Obwohl Abu Ali die meiste Zeit am Olivenbaum verbringt, sagt er, dass er immer noch von ihm beeindruckt ist. "Die Schönheit und Größe dieses Baumes ist wirklich etwas Besonderes, er fesselt den Geist - er ist der schönste Baum Palästinas", erzählt er Middle East Eye. Nach Angaben des palästinensischen Landwirtschaftsministeriums ist der Baum schätzungsweise rund 5.000 Jahre alt. Er erstreckt sich über 250 Quadratmeter, ist rund 13 Meter hoch und seine Wurzeln reichen rund 25 Meter in die Erde. Im Laufe der Jahre hat der Baum verschiedene Spitznamen erhalten; Abu Ali nennt ihn "die Festung", obwohl er auch "die alte Frau", "die Mutter der Oliven" und "die Braut Palästinas" genannt wird.

Aus ihrer Erfahrung mit der Landwirtschaft wissen die Palästinenser, dass je älter der Baum, desto besser die Qualität und der Geschmack der Oliven - und des von ihnen produzierten Olivenöls. Der Leiter des Palästinensischen Olivenölrates, Fayyad Fayyad, erzählt MEE, dass sich die Oliven des ältesten Baumes zwar nicht von denen anderer Bäume unterscheiden, aber die Forschung zeigt, dass je größer und älter der Baum, desto reicher das Olivenöl. "Das Alter des Baumes beeinflusst stark den Geschmack und die Qualität. Der Al-Walaja-Baum produziert sehr hochwertiges Öl", sagt er und fügt hinzu, dass derzeit untersucht wird, ob es sich tatsächlich um den ältesten Olivenbaum der Welt handeln könnte.

Laut Abu Ali haben Dürren im Laufe der Jahre und Klimaschwankungen insgesamt negative Auswirkungen auf den Baum gehabt, was zu einer Verringerung seiner Produktion geführt hat, die immer unbeständiger geworden ist. "In der Vergangenheit, vor etwa 10 bis 15 Jahren, produzierte der Baum eine halbe Tonne Oliven, aus denen wir etwa 600 Kilogramm Olivenöl extrahierten. "Im vergangenen Jahr kamen die Oliven jedoch nur auf bis zu 250 Kilogramm Öl. Es gab sogar Zeiten, in denen der Baum nichts hervorgebracht hat." Ein weiteres Problem, sagt Abu Ali, ist Wasser: "Der Baum ist durstig. Aufgrund seiner Größe benötigt er große Mengen an Wasser, aber diese Mengen sind nicht verfügbar. Die Wasserquelle ist unzureichend."

Er hat es auf sich genommen, den Durst des Baumes zu stillen, indem er einen Schlauch aus der nahegelegenen Wasserquelle ausstreckt. Die Versorgung dort ist jedoch regenabhängig und im Sommer besonders trocken. In den letzten Jahren, so sagt er, sei das Wasser zurückgegangen. "Ich versuche, es zu erhalten, indem ich dem Boden Dünger zuführe und mich um seine Umgebung kümmere. Es tut mir weh, es so zu sehen."

 

Der Baum steht nur 20 Meter von der israelischen Trenn- und Anschlussmauer entfernt, die ab 2007 über mehrere Phasen hinweg errichtet wurde.


Das Dorf Al-Walaja ist historisch gesehen ein Teil von Jerusalem, und die Bewohner reisten regelmäßig hin und her, um einzukaufen und zu arbeiten. Als Israel 1967 Ost-Jerusalem und das Westjordanland besetzte, annektierte es große Teile der Felder und Länder von Al-Walaja. Im Jahr 2010 wurde das Dorf zum Schauplatz wöchentlicher Proteste gegen den Bau der israelischen Trenn- und Annexionsmauer, die durch das Dorf führen sollte.  Dieser Baum ist nicht weniger wichtig als die al-Aqsa- oder Ibrahimi-Moschee. - Salah Abu Ali Ali- "[Als die Mauer errichtet wurde], verwendeten die israelischen Besatzungstruppen eine große Anzahl von Sprengstoffen, ohne auf den Baum zu achten. Wir hatten große Angst, dass es passieren würde, aber es blieb so wie seit Jahrtausenden - eine Besatzung, die es seit zehn Jahren gibt, wird sie nicht entwurzeln", sagt Abu Ali.

Im Oktober veröffentlichte der für das zivile Leben im besetzten Westjordanland zuständige Flügel der israelischen Armee auf Facebook eine Nachricht über den Baum und nannte ihn den "ältesten Olivenbaum in Judäa und Samaria". Der Beitrag erzürnte Aktivisten, die es als Versuch sahen, sich die palästinensische Geschichte und das palästinensische Erbe anzueignen. Fayyad sagt, dass die israelischen Behörden, einschließlich des zivilen und militärischen Personals, den Baum in der Vergangenheit besucht haben, und dass sie Proben und Messungen entnommen haben, die bei den Familien von Al-Walaja Angst auslösten. Die Familien baten dann das Landwirtschaftsministerium der PA, einzugreifen, indem sie jemanden beauftragten, der den Baum jederzeit bewacht. Während Abu Ali bereits einen Großteil seiner Woche damit verbrachte, es zu bewachen, zahlt die PA ihm jetzt ein Monatsgehalt von etwa 410 Dollar, um den Baum jeden Tag zu bewachen.


"Teil unserer Identität". - Olivenbäume stehen seit langem an der Spitze der expansionistischen Politik Israels durch ihre militärische Besetzung und ihr siedler-koloniales Projekt. Der Olivenbaum Al-Walaja ist einer von rund 11 Millionen Olivenbäumen in Palästina, so die offizielle Informationsseite der PA.

Die Bäume sind einer doppelten Bedrohung ihrer Existenz ausgesetzt, da die israelische Armee systematisch Bäume fällte und jüdische Siedler regelmäßig Gewaltakte, einschließlich Vandalismus, gegen palästinensische Städte und Felder verübten.

 

Ältester Olivenbaum Palästinas
In den ersten sechs Monaten des Jahres 2019 registrierten die Vereinten Nationen die Entwurzelung, Verbrennung oder Vandalisierung von mehr als 4.100 Bäumen durch israelische Siedler (MEE).

In den ersten sechs Monaten des Jahres 2019 registrierten die Vereinten Nationen die Entwurzelung, Verbrennung oder Vandalisierung von mehr als 4.100 Bäumen durch israelische Siedler - ein deutlicher Anstieg von 126 Prozent im Monatsdurchschnitt gegenüber 2018. Solche Angriffe nehmen während der Olivenerntezeit zwischen den Monaten Oktober und November zu. Im Juni 2019 dokumentierten die Vereinten Nationen das Fällen von fast 400 palästinensischen Bäumen im gleichen Gebiet während eines Vorfalls des Abrisses von Eigentum durch die israelische Armee. "Die Besatzung und die Politik Israels basieren auf Angst", sagt Abu Ali und erklärt, dass solche Handlungen Israels und seiner Siedler die Palästinenser aus Angst vor Angriffen aus ihrem Land vertreiben sollen. "Entweder verteidigen wir unser Land oder wir geben auf. Dieser Baum ist ein Vertrauen."


Erbe der Liebe zum Baum
- Die Familien von al-Walajah nennen ihn den "al-Badawi-Baum" - ein Hinweis auf den spirituellen Führer der ägyptischen Sufi, Scheich Ahmad al-Badawi, der den Baum besucht und einige Jahre lang gepflegt haben soll. Auch Abu Ali hält den Baum für eine spirituelle Bedeutung. "Wenn wir diesen Baum nicht erhalten", sagt er, "werden wir zur Verantwortung gezogen. Dieser Baum ist nicht weniger wichtig als die Al-Aqsa- oder Ibrahimi-Moschee." Auch die Bewohner von Al-Walaja betrachten den Baum als Quelle von Glück und Segen. Laut Abu Ali würden Frauen die gefallenen Blätter sammeln, um sie vor dem bösen Blick zu schützen. Jedes Jahr opfern Familien ihre Schafe während des muslimischen Festes von Eid al-Adha im Schatten des Baumes. die den ältesten Olivenbaum Palästinas bewachen.

 

Abu Ali erhält von der PA 410 Dollar im Monat, um den Baum zu bewachen, der in den letzten Jahren von israelischen Beamten (MEE) besucht wurde.


"Ich wünschte, ich könnte diesen Baum und die Umgebung in einen blühenden Himmel verwandeln", sagt Abu Ali. "Aber die wirtschaftliche Situation hier ist schwierig - ich tue, was ich kann, aber es reicht nicht aus." Und obwohl er sagt, dass sein Gehalt kaum ausreicht, um über die Runden zu kommen, besteht Abu Ali darauf, den Baum zu bewachen, den er als Symbol für palästinensische Ausdauer betrachtet. "Wenn dieser Baum bleibt, dann werden wir bleiben. Dieser Baum ist Teil unserer Identität und Teil des Konflikts, in dem wir gegen die israelische Besatzung kämpfen."     Quelle

 
 

Jordanien und Israel : Das Tor zum Frieden wird verriegelt
Hans-Christian Rößler - 10.11.2019

Vor 25 Jahren verpachtete Jordanien zwei Flächen an Israel, um den Friedensvertrag zu ermöglichen – doch die Pacht wird nicht verlängert. Die Beziehung beider Staaten hatte sich im Herbst weiter verschlechtert.

Das Tor zur „Insel des Friedens“ ist verriegelt. Ein Vierteljahrhundert nach dem Friedensschluss zwischen Israel und Jordanien sperrten am Wochenende Soldaten endgültig das eiserne Gitter zu. Hier waren israelische Bauern auf ihre Felder gelangt, die seit 1994 auf der jordanischen Seite des Jordantals liegen. Damit der Friedensvertrag nicht scheiterte, war der damalige jordanische König Hussein bereit gewesen, die beiden Grundstücke 25 Jahre lang an Israel zu verpachten. Doch vor einem Jahr forderte Husseins Sohn Abdullah II. die Flächen zurück. In einer Rede verkündete Abdullah am Sonntag, das haschemitische Königreich habe wieder „die vollständige Souveränität über jeden Zentimeter“ in Buqura (Hebräisch: Naharjaim) und Ghamr (Zofar).

Naharjaim, auch Insel des Friedens genannt, liegt am Zusammenfluss von Jordan und Yarmuk unterhalb des Sees Genezareth, Zofar südlich des Toten Meers in der Arava-Wüste. Am Samstag hatten noch einmal Hunderte Israelis Abschied von den Gebieten genommen, die lange Zeit als ein Symbol dafür galten, dass eine Verständigung mit den arabischen Nachbarn möglich ist. Jordanien war nach Ägypten das zweite und bisher letzte arabische Nachbarland, das mit Israel ein Friedensabkommen unterzeichnete. An der Grenze blieb es ruhig – bis auf einen tragischen Zwischenfall in Naharjaim. Im Jahr 1997 erschoss ein geistig verwirrter jordanischer Soldat auf dem Aussichtspunkt sieben israelische Schülerinnen. Der jordanische König Hussein fuhr daraufhin zu allen Eltern, um ihnen persönlich sein Beileid zu übermitteln und den Frieden zu retten.

Schlechte Beziehungen zu Israel
- Die Hoffnungen waren groß, als König Hussein und der israelische Ministerpräsident Itzhak Rabin in der Arava-Wüste nördlich von Eilat am 26. Oktober 1994 ihre Unterschriften unter den Vertrag setzten. Parallel hatte damals der Friedensprozess mit den Palästinensern begonnen. Aber der Frieden hat die beiden Nachbarstaaten nie wirklich einander näher gebracht, er ist kalt geblieben. In den vergangenen Jahren wuchs die Entfremdung, die am 25. Jahrestag   >>>


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Nachrichten - Berichte
 

 

Israeli Forces Attack Commemoration of Arafat’s Death

 

Palestinians Pay Tribute to Yasser Arafat on 15th Anniversary of Death

 

Israeli forces kill another young Palestinian man ‘for no reason’ in Hebron refugee camp

 

Enfeebled Israel lobby strikes back on military aid

 

Two Residential Structures Demolished in Occupied Jerusalem

 

US Jewish Organizations Warn against West Bank Annexation

Israelis don’t trust Trump because he doesn’t phone Netanyahu, Democratic lobbyists warn

 

Elation in Jordan as King Abdullah visits villages reclaimed from Israel

 

Saeb Erekat Calls on the ICC to Investigate Shooting Death of Young Palestinian Man

 

Israeli Soldiers Kill A Palestinian Near Hebron

 

Four Detainees Continue Hunger Strike, Including One For The 111th Day

 

11. 11. 2019

 

Während der Live-Show am Brandenburger Tor in Berlin wird ein hebräischer Schriftzug eingeblendet. Der fordert ein Ende der Besatzung.


? Für einen verpflichtenden Schüleraustausch mit Israel
Tom Franz ist in Israel ein Star. Der gebürtige Rheinländer fordert in seinem Gastbeitrag: Deutschland muss alle Jugendlichen einmal nach Israel bringen.
?

(und so wie er die Palästinenser ignorieren)

 

Facebook Sues Israeli Cyber Security Co. NSO Over WhatsApp Surveillance

 

Settlers Chop 118 Olive Trees

 

Palestinian Farmer’s Land Flooded With Sewage

 

Illegal Colonists Invade Village Near Bethlehem

 

Illegal Colonists Cut And Uproot 60 Olive Trees Near Nablus And Salfit

 

10. 11. 2019

 

Citizens thwart settlers’ attack on West Bank village

 

Fatah meeting discusses preparations for potential elections

 

9. 11. 2019

 

Israel - Bennett soll Minister werden

 

82nd GMR- IOF Shot and Injured 104 Palestinian Civilians, Including 43 Children, a Woman and a Paramedic

 

Democratic Congressman Criticizes Israel After Visit to West Bank

 

UN Body Calls on Israel to Amend or Repeal Jewish Nation-State Law

 

Soldiers Shoot A Woman, Abduct Her Son, In Jerusalem

 

Gaza Leadership Slams Twitter and Facebook for Yielding to Israel’s Dictates

 

The Mizrahi author whose book Mahmoud Abbas wants to distribute

 

8. 11. 2019

 

The Democrats finally confront military aid to Israel

 

Journalists Syndicate- 600 Violations against Media Committed in 2019

 

Guterres Appoints Christian Saunders as Officer-In-Charge of UNRWA

 

For J Street, holding Israel accountable is still a step too far

 

Israel Approves Jerusalem Cable Car Plan

 

Israeli Navy Abducts Two Fishermen In Rafah

 

Israeli Soldiers Take Measurement Of Home In Preparation For Detonating It

 

UN publishes database of companies profiting off human rights abuses – not on Israel, but Myanmar

 

8. 11. 2019

 

EU- ALL Israeli Settlement Activity is Illegal Under International Law

 

Lands East of Jerusalem Seized for Settlement Expansion

 

 

Ein Regierungsgremium in Israel hat einem umstrittenen Seilbahnprojekt in Jerusalem zugestimmt.

 

Palestinian Worker Injured by Israeli Gunfire

 

Settlers Steal Olive Harvest in Nablus Area

 

6. 11. 2019

 

The unbearable heaviness of finding freedom outside Gaza

 

Israel weist HRW-Regionalchef Shakir aus

 

Der Oberste Gerichtshof in Israel hat die Ausweisung von Omar Shakir, Regionalchef der Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch, bestätigt. Der US-Bürger Shakir muss das Land innerhalb von 20 Tagen verlassen.

 

Israeli Supreme Court Upholds Deportation Order Against Human Rights Watch Director

 

Protest in Gaza Demanding Compensation for 1,000 Homes Bombed by Israel in 2014

 

Moroccan filmmaker boycotts Tel Aviv festival

 

EU- ALL Israeli Settlement Activity is Illegal Under International Law

 

Another Home Demolished by Israeli Forces in Silwan

 

Israeli Troops Assault Schoolchildren in al-Issawiya; Abduct 3

 

5. 11. 2019

 

Israeli Forces to Raze Six Homes in Masafer Yatta

 

Outrage after leaked video shows Israeli officer shoot Palestinian in the back

 

Two Hunger Striking Jordanian Detainees To Be Sent To Amman

 

Palestinian families fight for relatives' remains held by Israel

 

Israel Bans Travel for Amnesty International Staff Member

 

Israel Seizes 2500 Dunams of Palestinian Land in West Bank

 

Israeli Settler Runs Over Palestinian Girl In Bethlehem

 

Settlers Steal Olive Harvest in Nablus-District Town

 

Including One Woman, Israeli Soldiers Abduct Fifteen Palestinians In The West Bank

 

Illegal Israeli Colonists Flood Orchard With Wastewater In Bethlehem

 

4. 11. 2019

 

Leaked Video from Israeli Military Shows Soldier Shooting Unarmed Palestinian with Hands Up  >>>

 

Palestine in Pictures- October 2019  >>>

 

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Israel Plans to Seize Over 600 Dunams of Land in Nablus and Jerusalem  >>>

 

Army Injures Several Schoolchildren In Hebron  >>>

 

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4. 11. 2019

 

Palestinian Resistance Fires Several Projectiles After Palestinian Killed on Friday  >>>

 

Israeli guards fire tear gas into prisoner’s hospital room  >>>

 

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Al-Mezan- “Israeli Soldier Sentenced for Failure to Follow Orders, instead of Killing of Child Al Mezan- Leniency Attests to Entrenched Impunity"  >>>

 

2. 11. 2019

 

Lieberman: Arab MKs are Fifth Column   >>>

 

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1. 11. 2019

 

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Vor allem im Westjordanland Israel genehmigt
2300 Siedlerwohnungen  >>>

 

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Ashrawi: “ Israel’s illegal detention of Palestinian leaders must end”  >>>

 

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31. 10. 2019


Nach Festnahmen: Jordanien zieht Botschafter aus Israel ab   >>>

 

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30. 10. 2019

 

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